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Von Flores in Guatemala kann man die Maya-Ruinen bequem per Bus erreichen. Anders als bei den bisherigen Ruinen buchten wir eine Tour, die uns in den tiefsten Dschungel führte und erlebten den Sonnenuntergang auf einer Pyramide sitzend.

Ankunft in Flores

Unsere Fahrt mit dem Mini-Van endete direkt vor unserem Hotel. Das Ramada-Hotel (Wyndham) liegt auf der Halbinsel direkt am Wasser. Wir bekamen ein Zimmer mit kleinem Balkon (von außen von allen betretbar) mit Blick auf den See. Da keine weiteren Gäste da waren, machten wir uns keine Sorgen, von jemandem gestört zu werden. Uns war ein unverständlich, dass kaum andere Gäste da waren. Das Hotel machte nämlich einen gepflegten Eindruck, in hervorragender Lage mit netten Mitarbeiterinnen.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die bunten Häuser von Flores, zog es uns in ein kleines Restaurant direkt gegenüber von unserem Hotel. Dort trafen einige unserer Mitfahrer aus dem Bus. Die Halbinsel ist eben doch sehr klein.

Maya-Ruinen in Tikal

Maya-Ruinen in Tikal
Maya-Ruinen in Tikal

Am nächsten Tag stand wieder ein Besuch von Maya-Ruinen bevor. Hierfür hatten wir eine Tour über Getyourguide.de gebucht, die nur zu empfehlen ist. Der Mini-Van fuhr uns und einen weiteren Teilnehmer auf gerader Strecke zu einem Restaurant, in dem wir uns für den Nationalpark stärken konnten. Dort stießen unser freundlicher Guide und ein weiterer Teilnehmer zu uns.

Anders als bei den bisherigen Ruinen, durchliefen wir nicht eine offene Fläche, sondern tiefsten Dschungel. Schon zu Beginn zeigte uns der Guide wilde, kleine vierbeinige Tiere (ähnlich einem Wildschwein) und eine Art Truthahn. Es wäre durchaus möglich gewesen, auch einer Schlange zu begegnen. Dann wäre nur noch Rennen eine Option.

Der Weg durch den Dschungel war klar ausgeschildert, immer wieder gab es Übersichtskarten mit Markierungen, wo man sich gerade befindet. Die Pyramiden waren wirklich überwältigend. Einige konnten teilweise erklommen werden. Im Regen trafen wir traditionell gekleidete Menschen mit Kindern. Ein paar Worte Spanisch reichten, um freundlich miteinander zu kommunizieren.

Olli zeigt den Weg
Olli zeigt den Weg
Orientierungskarte Pyramiden von Tikal
Orientierungskarte Pyramiden von Tikal

An den einzelnen Pyramiden hatten wir immer wieder die Möglichkeit, selbst die Gegend zu erkunden, was sehr angenehm war. Durch die gebuchte Tour (mit vier Teilnehmern) war immer ein Mensch in der Nähe, der in seinem Rucksack Getränke anbot. Wir waren aber bestens ausgestattet.

ein steiler Weg auf die Pyramide
ein steiler Weg auf die Pyramide

Mit der Zeit wurde es immer dunkler. Von der vorletzten Pyramide, die man mittels Holztreppen ersteigen kann, hat man einen umwerfenden 180-Grad Überblick.

Ausblick von der Pyramide
Ausblick von der Pyramide

Auf der letzten Pyramide konnten wir den Sonnenuntergang genießen. Die Tiere begaben sich lautstark zur Ruhe. Das abnehmende Licht sorgte für eine beruhigende Stimmung.

Rückweg aus dem Dschungel

Auf dem Rückweg konnte man noch in Ansätzen etwas erkennen. Einer der Teilnehmer bot mir eine Stirnlampe an, die ich dankbar nutzte. Im Dunklen leuchten auf dem Weg kleine Lichter, die sich als Augen von Spinnen herausstellten. Frösche sprangen uns vor die Füße, eine handgroße Tarantel versteckte sich in einem Baumstumpf. Ein Rotaugenfrosch saß oben auf einem Baum. Ganz schön gruselig!
Zum Schluss reichte uns der Guide Teile von einem Pfefferstrauch, der himmlisch duftete.

Zurück ging es im Dunkeln wieder mit dem Van auf ruhiger Strecke. In den Siedlungen tauchten immer wieder Straßenhunde auf, die keine Angst vor heranfahrenden Autos hatten. Diese wurden sowieso durch künstliche Straßenerhebungen ausgebremst.

Letzter Tag in Flores

Erst abends sollte uns ein Bus von Flores nach Antigua bringen. Deshalb konnten wir endlich etwas relaxen, denn die vielen Stationen unserer Reise waren schon teilweise stressig.
Ganz in unserer Nähe befand sich ein Waschsalon, in dem ich unsere Wäsche waschen und falten lassen konnte. Auf dem Weg dorthin durchforstete ich einen kleinen Laden, in dem es Schmuck und Textilien aus Guatemala gab. Zwar verkauften sie hier auch Postkarten, doch konnte mir die Verkäuferin auch nicht sagen, wo ein Briefkasten wäre. Ich erstand ein Haarband und drei paar Ohrringe.

Oliver am See in Flores
Oliver am See in Flores

Mit Oliver machte ich mich zu Fuß auf den Weg zur Busstation, damit wir abends nicht lange suchen mussten. Der Busbahnhof wirkte unscheinbar, es gab keine Ansprechpersonen.
Mit einem TukTuk ging es zurück. Leider versuchte der Fahrer uns über das Ohr zu ziehen, was ihm aber nicht gelang.

bunte Häuser in Flores
bunte Häuser in Flores

Bei sonnigem Wetter durchstreiften wir die kleinen Gassen mit den bunten Häusern der Insel. Bei einem Obstteller mit Seeblick stellte ich fest, dass sich die neu erstandenen Holzohrringe auflösten. Kurzerhand flitzte ich zurück zur Händlerin und reklamierte dies. Ich tauschte sie einfach gegen Perlenohrringe in Form von Frida Kahlo aus. Die Wäsche bekam ich gut duftend gefaltet zurück.

Fahrt durch den Regen

Wir kehrten nochmal in das Restaurant des ersten Abends ein. Doch leider überraschte uns ein Regenschauer, der immer stärker wurde. Zwar lag das Hotel direkt gegenüber, doch wurden wir patschnass, als wir unsere Sachen holten. Das bestellte Taxi ließ sehr auf sich warten, so dass wir nicht sicher waren, den Bus noch zu bekommen. Glücklicherweise erreichten wir diesen noch knapp, wurden aber wieder von Taxifahrer abgezogen, da er den doppelten Preis berechnete. Bevor ich den Bus betreten konnte, musste Oliver erst die Tickets zeigen und ich stand im Regen. Mit nassen Schuhen konnten wir schließlich unsere Plätze im oberen Teil des Busses erreichen. Vorsorglich hatten wir beiden trockene Socken im Rucksack.

Im Bus zu schlafen finde ich nicht so angenehm. Irgendwie schaffte ich es trotzdem. Kurz vor Antigua stiegen wir in einen PKW um. Auf hubbeligen Wegen ging es quer durch die Stadt, wo wir unser Hotel nach einem kurzen Fußweg erreichten.

Nach einer anstrengenden Busfahrt erreichen wir Palenque, wo wir die Maya-Pyramiden besichtigen und ein großes Gebiet teils erklettern müssen.

Busfahrt nach Palenque

Die Busfahrt von Mexico City nach Palenque empfand ich doch als sehr anstrengend. Zwar waren die Sitze groß genug, doch gab es einige Nachteile: Bis 22 Uhr liefen zwei Filme auf voller Lautstärke, dann wurden die Fernseher mitten im Film hochgeklappt und es war Ruhe. Der Fahrer fuhr ruhig auf gut ausgebauten Straßen. Mir taten jedoch vom langen Sitzen die Beine weh, so dass ich kaum Schlaf fand. Erst mit Olivers Buff (Mehrzwecktuch) und einem Hörbuch über Frida Kahlos Leben konnte ich einige Stunden wegdösen. 

Zwischendurch gab es ein paar Haltepunkte, an denen Leute zu- und ausstiegen. An einem Ort gab es eine Pause von 40 Minuten, in der der Bus gereinigt wurde. Hier fand sich dann auch mein Buff wieder. Die Toiletten waren nur mit 10 Pesos in bar nutzbar.

Ankunft in Palenque

Palenque
Palenque

Bei unserer Ankunft war es bereits hell (ca. 12 Uhr). Unser Hotel lag schräg gegenüber des ADO Busbahnhofs, doch zum Check In waren wir zu früh. Man ließ uns jedoch schon rein, nachdem wir 30 Minuten im Eingangsbereich gewartet haben. Schnell fühlten wir uns in dem kleinen, sehr einfachen Hotel heimisch.

In einem in der Nähe gelegenen Restaurant probierten wir wieder Gerichte, die für den Ort typisch sind. Oliver hatte eine Art Polenta, die mit pulled pork gefüllt war. Mega-lecker! Zu trinken hatten wir ortstypische Getränke, die milchig waren und recht gut schmeckten.

Anreise zu den Maya-Ruinen

Bereits am Tag der Ankunft wollten wir uns die Maya-Ruinen angucken, weil es ja am nächsten Tag schon weiter gehen sollte. Das gestaltete sich jedoch etwas komplizierter. Mit einem Collectivo, einem Van, der für 25 Pesos pro Fahrt diverse Ziele anfährt, fuhren wir zum Ausgangspunkt. Dort wurde uns in gutem Englisch, aber etwas kompliziert erklärt, dass eine weitere Vanfahrt für etwa vier Kilometer nötig sei. Außerdem mussten zwei Tickets – eins für den Eintritt und eins für den Schutz den Parkes – gelöst werden. Mit diversen Zettel und zwei Klebearmbändern konnten wir schließlich hochfahren. Oben erwarteten uns wieder diverese Händler und Guides, die auch auf Englisch Touren anbieten.

Maya-Ruinen in Palenque
Maya-Ruinen in Palenque

Besuch der Maya-Ruinen

Baum im Dschungel
Baum im Dschungel

Mitten im Dschungel ragen hohe Pyramiden in den Himmel. Da wir von den Ruinen in Teoteihuacán noch etwas gebeutelt waren, kraxelten wir gemeinsam nur in eine Ruine, die man auch von innen besichtigen konnte. Hier fanden sich kleine Räume mit sehr schlechter Luft. Beim Rausgehen kam und eine Horde von Menschen entgegen, die uns nicht glaubte, dass nur wenige Leute reinpassen würden. Gemächlich kletterten wir wieder herab.

Die Wege zwischen den Ruinen sind gut ausgebaut. Lediglich zwischendurch sind einige Stufen ohne Geländer. Auch hier fanden sich wieder Händler, die ortstypische Armbänder, Ketten und Kunst feilboten.

Oliver erklomm noch eine weitere Pyramide, mir reichte schon die erste. Durch einen Park mit großartigen Dschungel-Blumen waren wir schon nach einer Stunde mit dem Durchgang fertig. Es fühlte sich ein wenig so an, als wären wir wieder in Malaysia (Klima, Dschungel, Verkaufsstände). Nach einem Kaltgetränk ging es wieder in zwei Etappen mit dem Van zurück in die Stadt.

Oliver auf der Pyramide

Den Abend ließen wir in der Stadt ausklingen, schafften es aber beide nicht, unser Essen komplett aufzuessen.