Category

Food

Category

Von San Francisco geht es weiter nach Los Angeles, wo wir einerseits einen tollen Strandtag in Santa Monica verbringen und andererseits viel Kultur erleben dürfen.

Zugfahrt von San Francisco nach Los Angeles

Fahrt nach San Diego
Fahrt nach San Diego

Früh morgens klingelt der Wecker um kurz vor 7 Uhr, wir verlassen unser schönes Hotel “King George” und laufen zur Metro-Station, an der wir ein paar Tage zuvor angekommen sind. Die Fahrt führt zum Bahnhof nach Emeryville, wo wir den Zug nach Los Angeles besteigen. Obwohl es sich um eine Tagesfahrt handelt, hat Oliver wieder an der Lotterie für eine Roomette teilgenommen, da es doch besser ist, einen Ort zu haben, an den man sich zurückziehen kann. Außerdem sind in dem Preis einer Roomette drei Mahlzeiten enthalten. Direkt nach Besteigen der Bahn wurden wir in den Speisewagen gelotst, wo wir Porridge und Quesadillas bestellen. 

Die Buchung der Roomette hat sich wieder einmal gelohnt. Es ist sehr entspannend, sich zwischendurch einfach mal hinzulegen und einen Power-Nap zu halten. Die Fahrt führte teilweise am Meer entlang, so dass wir von unserem “Zimmer” aus immer eine gute Aussicht hatten.

Speisewagen auf dem Weg nach Los Angeles
Speisewagen auf dem Weg nach Los Angeles

Ankunft in Los Angeles

Gegen Abend erreichten wir Los Angeles. Der Fußweg zu unserem Hotel war nicht sehr angenehm, obwohl er nur 0,8 Meilen lang war. Er führte durch unbeleuchtete Tunnel, vorbei an Zeltsiedlungen, in denen Obdachlose wohnen. Schon hier wurde deutlich, dass LA ein großes Drogenproblem hat.

Unterkunft in Los Angeles in Chinatown

Hotel in Chinatown
Hotel in Chinatown
Ankunft in Los Angeles
Ankunft in Los Angeles

Etwas Bezahlbares, das unserem Reisebudget entspricht, war in Los Angeles schwierig. Trotzdem haben wir in Chinatown ein recht angenehmes Zimmer in einem Motel im Stil einer alten Pagode gefunden. Zu den Annehmlichkeiten zählten zwei große Betten, eine tolle Dusche und ein Trinkwasser-Spender. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass das Hotel für unsere Touren sehr gut gelegen ist und gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Lediglich die Klimaanlage machte einen Riesenkrach, war aber sehr nützlich.

Gegenüber kehrten wir nach unserem Einchecken in eine kleine Bar ein, die viel zu teueren Wein aus Europa anbot und von sehr jungen, hippen Amerikanern besucht wurde – also nicht ganz unser Ding. Nach zwei kleinen Bierchen verzogen wir uns in die Betten.

Ausflug nach Santa Monica

Santa Monica
Santa Monica

Von Los Angeles aus hat man viele Ausflugsziele, doch liegen sie teilweise recht weit auseinander. Nach ganz viel Kultur und Stadt in San Francisco wollten wir nun endlich wieder an den Strand (2. Strandtag auf unserer Reise). Unser Ziel erreichten wir nach einer einstündigen Fahrt mit der Metro. Wieder erwartete uns eine Strandlandschaft wie in Blackpool (England): viele Buden auf den Stegen, Kirmesgeschäfte und Souvenirläden.

Santa Monica Beach
Santa Monica Beach

Nach Frühstücks-Quesadillas gönnten wir uns einen Kaffee und genossen das Treiben. Schnell zog es uns jedoch runter an den Strand, an dem ganz klar ein Badeverbot ausgesprochen war, was die meisten aber nicht störte. Wir spazierten ein ganzes Stück weiter in Richtung Venice Beach (wo komischerweise viele Baywatch Szenen gedreht wurde) und schlugen dort unser Lager auf. Nacheinander sprangen wir kurz in das erfrischende Nass, das man hier wieder betreten durfte.

Venice Beach

Jim Morrison am Venice Beach
Jim Morrison am Venice Beach

Am Venice Beach nutzen wir die öffentlichen Toiletten, um uns wieder stadttauglich zu kleiden. Die Promenade wurde von vielen kleinen Kunsthandwerkern bevölkert, die Armbänder oder Gemälde feilboten. Auch Wahrsager und Verkäufer von bewusstseinserweiternden Pilzen gab es zuhauf. Von einer Wand lächelte uns Jim Morrison an. 

Durch Klein-Venedig spazierten wir über viele Brücken über die Kanäle. Ein sehr schöner, gepflegter Ort, an dem natürlich angegeben wurde, dass alles videoüberwacht wird.

Busfahrten durch Los Angeles

Busfahren in Los Angeles ist ein Abenteuer. Die Fahrt sollte über 50 Minuten dauern und durch schwierige Straßen führen, wo man sich als Tourist lieber nicht aufhalten sollte. Tatsächlich hatten wir von einigen Menschen im Bus den Eindruck, dass sie unter Drogenkonsum standen oder durch diese schon sehr körperlich und geistig angeschlagen sind. Eine junge Frau machte einen sehr abwesenden Eindruck, zwei Männer funkelten sich böse an. Ein zahnlose, noch recht junge Frau mit Rollator schmachtete die ganze Busfahrt über Oliver an. Es war eine sehr merkwürdige Situation.

Tokio City

In Tokio-City hatten wir die Möglichkeit, in eine Metro umzusteigen. Doch ärgerte uns mal wieder google-maps, welches hier nicht immer so gut funktionierte. Supermärkte schien es gar nicht mehr zu geben. So betraten wir das japanische Viertel und deckten uns in einem japanischen Supermarkt mit Lebensmitteln für den Abend ein.

Chinatown

Der zweite Tag startete mit einem Spaziergang durch unser Viertel. Bei einem lokalen chinesischen Bäcker erstand ich ein kleines Teilchen, musste aber mit Erschrecken feststellen, dass es 15 Dollar kostete. Weiter ging es über einen chinesischen Markt, an dem die chinesische Community alles für den täglichen Bedarf kaufen kann. Von Obst und Gemüse über T-Shirts und Hüte bis zu Unterwäsche gab es hier alles. An einem Dim Sum Restaurant machten wir Halt und kehrten ein, anstatt Dim Sum zum Mitnehmen zu bestellen. Hier gab es zum Frühstück leckeres Porridge, das allerdings viel zu viel war.

Dim Sum Restaurant in Los Angeles
Dim Sum Restaurant in Los Angeles
Speisekarte Dim Sum
Speisekarte Dim Sum
chinesisches Porridge zum Frühstück
chinesisches Porridge zum Frühstück

Metro-Fahrten in Los Angeles

Hollywood muss man natürlich mal besuchen. Ähnlich wie der Weg nach Santa Monica waren wir wieder etwa eine Stunde unterwegs. Man muss dazu sagen, dass Bahnfahrten in Los Angeles nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Während manche Züge gut überwacht und an jeder Endhaltestelle ausgefegt werden, gibt es manche Fahrten, in denen extrem laute Musik aus Ghettoblastern gespielt wird, Lebensmittel feilgeboten werden (man darf in den Zügen weder essen noch trinken) oder sehr ungepflegte Personen sitzen, die dafür sorgen, dass man kaum atmen kann. Dafür kosten die Fahrten hier kaum etwas (1,50 €), auch wenn man 40 km fahren muss.

Hollywood

Der erste Eindruck von Hollywood war etwas deprimierend. Auf weitgehend verlassenen Bürgersteigen konnte man Namen berühmter Menschen oder Bands erkennen. Alles wirkte jedoch etwas lieblos und es roch an vielen Stellen nach Urin.

Blick auf den Hollywood Hill
Blick auf den Hollywood Hill

Erst ein ganzes Stück weiter stießen wir wieder auf Souveniergeschäfte und nette Cafés. Außerdem strahlten und pompöse Gebäude wie das “Hollywood Pantages Theater” an.

Weiter ging es per Bus in das legendäre “Rainbow Bar & Grill”, welches als Wohnzimmer von Lemmy Kilmister (Motörhead) galt.  

Lemmy`s Louge
Lemmy`s Louge
Zu Besuch bei Lemmy
Zu Besuch bei Lemmy

Observatorium

Zum Abschluss des Abends stand noch die Mondfinsternis bevor. Wo sollte man sie auch anders anschauen, als in einem Observatorium? Per Bus fuhren wir gemütlich den Berg hoch. Es war gar nicht so voll, wie man es an einem solch besonderen Tag erwarten würde. Unser Abendessen genossen wir also auf dem Berg und konnten die Aussicht auf Los Angeles am Abend genießen. Die Mondfinsternis gestaltete sich allerdings ziemlich unspektakulär.

Klapperschlangen-Warnung
Klapperschlangen-Warnung
Observatorium
Observatorium

Long Beach

Unser Gepäck konnten wir kostenfrei in unserem Hotel deponieren. Der sonnige Tag lud zu einer erneuten Fahrt mit der Metro zum Long Beach ein. Leider waren wieder viele Menschen, die gerne laut Musik hören, anwesend. Aus meinem Mund hört sich das ziemlich spießig an, doch war das eine Lautstärke, bei der man sich kaum noch unterhalten konnte.

Queen Mary I in Los Angeles
Queen Mary I in Los Angeles

Am Long Beach tummeln sich die Reichen und Schönen, die ihre Yachten dort haben. Uns zog es jedoch nur zur Queen Mary I, die dort vor Anker steht und besichtigt werden kann.

Fahrt nach San Diego

Um 16,10 Uhr erreichten wir unseren Zug nach San Diego. Dieser Zug war sehr voll, so dass wir uns nur schräg gegenüber voneinander setzen konnten. Die Menschen quetschen sich mit Gepäck durch, brauchen für eine Station (etwa Düsseldorf Hbf – Leverkusen Bf) unbedingt einen Sitzplatz. Um mich herum saß eine Familie, die zur Walshow nach San Diego wollte. Wir haben ja schon oft erlebt, dass Amerikaner sofort mit Smalltalk beginnen, sobald man ins Sichtfeld tritt. Deshalb wurden wir die ganze Fahrt über unterhalten. 

In San Diego fuhr direkt vom Nebengleis die Blue Line zu unserer Unterkunft.

In Las Vegas treffen wir Olivers Arbeitskollegen, die zufälligerweise im selben Hotel wohnen wie wir. In “The Sphere“ erleben wir ein Konzert von den Backstreet Boys.

Besuch des Visitor-Centers Flagstaff

In Flagstaff verließen wir unser Motel auf der Route 66 am frühen Morgen und nahmen den Bus zum Visitor Center. Oliver wollte noch seinen “Preis” für das Aufsuchen aller acht Brauereien in Flagstaff abholen. Wir bekamen beide (ich war schließlich auch immer mit auf den Beweisfotos) ein Bierglas mit der Aufschrift “Flagstaff”. Außerdem kaufte ich mir hier einen lila Sonnenhut mit Kakteen drauf. Die Verkäuferin war ganz begeistert davon, dass wir die Rallye mitgemacht haben. Das tun scheinbar nicht viele Menschen.

Busfahrt nach Las Vegas

Zu Fuß ging es weiter zur Bushaltestelle. Da es noch sehr früh und schon sehr heiß war, verkrochen wir uns in ein nahegelegenes Café, das sogar Frühstück in Form von Joghurt mit Obst anbot. Endlich mal wieder etwas Gesünderes. Auch der Kaffee war sehr köstlich.

An der Bushaltestelle packten wir unser Gepäck ein und stellten fest, dass unsere Plätze bereits besetzt waren. Doch der Fehler lag bei uns, fast wären wir in die falsche Richtung gefahren. Der richtige Bus fuhr mit zwei kurzen Pausen durch die Wüstenlandschaft nach Las Vegas. Es ist faszinierend, dass man außer ein paar Bäumen und der Straße, auf der man fährt, nichts als Landschaft sieht.

In Las Vegas angekommen, wurden wir an einem außerhalb der Stadt liegenden Rastplatz ausgesetzt. Von hier bestellte Oliver ein Lyft-Taxi, das uns sicher zum Hotel brachte.

Las Vegas und die Hotel

Eiffelturm in Las Vegas
Eiffelturm in Las Vegas
Las Vegas Gitarre
Las Vegas Gitarre

Hotels sind in Las Vegas riesig und verfügen fast alle über riesige Kasinos. Wir wohnten im Flamingo-Hotel in der 4. Etage. Erreichbar war unser Zimmer nur, wenn man durch das Kasino ging. In direkter Nachbarschaft befanden sich überdachte, klimatisierte Passagen, in denen man shoppen und essen kann. Am ersten Abend gönnten wir uns eine japanische Ramen-Suppe. Sehr unangenehm war, dass der Kellner das Wechselgeld brachte und den 20-Dollar-Schein unsichtbar unter die Rechnung legte. Fast hätten wir das übersehen und wären auf den Kellner reingefallen.

Entgegen der bunten Glitzer-Welt von Las Vegas fanden wir abends eine kleine Bar, in der man am Tisch spielen konnte. Ich lernte Blackjack kennen und gewann sogar ein paar Dollar. Das sollte jedoch reichen. Dafür gab es noch günstiges Bier und erschwinglichen Wein.

Pool des Flamingo-Hotels

Den hoteleigenen Pool mussten wir natürlich auch besuchen. Am Eingang wollte man wieder mal eine ID von uns, damit wir beweisen, dass wir über 21 Jahre alt sind. Glücklicherweise hat man uns das auch so geglaubt.

Der Pool war brechend voll. Dummerweise ist er auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich. In der Mitte des Pools befand sich die Bar, an der sich alle tummelten. Trotzdem war es schön, einmal durch einen Pool zu gleiten.

Spielhallen, Spielgeräte und viel Glitzer

Las Vegas kann man gut mit dem Linienbus (Duse) durchqueren. Die netten Busbegleiter erklärten, wo man am besten aussteigen sollte und was man sich anschauen sollte. 

Zockertisch in Las Vegas
Zockertisch in Las Vegas
Olivers Retro-Spieleparadies
Olivers Retro-Spieleparadies
Blackjack in Las Vegas
Blackjack in Las Vegas

Das alte Las Vegas besteht wie das neue Las Vegas auch aus vielen Spielhöllen. Vor Spielautomaten und an Pokertischen sitzen meist glücklich aussehende Menschen. In riesigen überdachten Hallen kann man sich an Seilen durch die Lüfte gleiten lassen, es gibt Straßenkünstler, Männer mit freien, muskulösen Oberkörpern, die zum Foto einladen, Frauen mit Engelsflügeln und und und. Eine Attraktion auf dem Fußweg war eine Halle mit alten Spielgeräten wie ein Flipper aus dem Jahr 1954.

Treffen mit Olivers Arbeitskollegen

Man trifft sich an den komischsten Orten der Welt. Durch digitale Medien erfährt man schnell, wer sich in der Nähe befindet – sogar im selben Hotel. Da die Familie erst abends von einem Ausflug zurückkam, gönnten wir uns nur einen gemeinsamen Snack.

Essen in Las Vegas

Da das Essen in Amerika immer sehr teuer ist, haben wir uns verschiedene Angebote angeschaut. Morgens waren wir zweimal bei einem Mexikaner. Es gab leckeren Kaffee und direkt zum Frühstück eine Margarita für 0,99 Dollar. In einer Spielhalle konnten wir unter Einsatz von einer Spielkarte sehr lecker essen. In einer Einkaufspassage genoss Oliver einen “Dirt Dog” und ich eine gebackene Kartoffel bei Rock`n Potatoe. Nachts fanden wir einmal den Weg zu “In and out Burger”, was auch recht genießbar war. Insbesondere der Kaffee hat es uns hier angetan, da man ja nicht immer vier und mehr Euro für einen Kaffee zahlen muss.

The Sphere Backstreet Boys

The Sphere in Las Vegas
The Sphere in Las Vegas

Mitten in Las Vegas befindet sich eine riesige Kuppel, die nach außen hin in verschiedenen Farben leuchtet und per Schriftzug anzeigt, welcher Künstler hier auftreten wird. Olivers Arbeitskollegen hatten sich “The Wizzard of Oz” angeschaut und waren ganz begeistert. Oliver ergatterte über eine Online-Plattform kurz vor Auftritt der “Backstreet Boys” Tickets für dieses Event. Obwohl es eine riesige Halle war, gab es kaum Gedränge oder Probleme an den Toiletten. 

Beleuchtung in The Sphere
Beleuchtung in The Sphere

Die Beleuchtung in “The Sphere” war unglaublich. Sterne und Raumschiffe “flogen” durch die Atmosphäre und ließen einen fast schweben. Die Backstreet Boys sind immer noch dieselben Strahlemänner, nur eben etwas in die Jahre gekommen. Musikalisch haben sie uns nicht abgeholt, aber das Erlebnis war umwerfend.

Nach einem kurzen Absacker in unserer “Stammkneipe” legten wir uns schnell schlafen, denn am nächsten Tag stand ja eine lange Busfahrt bzw. tolle Zugfahrt durch die Wüsten Nevadas bzw. Kaliforniens nach San Francisco bevor.

Per Zug geht es über Nacht von New Orleans nach Chicago, wo wir uns auf dem Boot die herrlichen Hochhäuser anschauen und das Geburtshaus von Ernest Hemingway von außen bestaunen. Ein Besuch eines Baseball-Spiels der Chicago White Sox darf natürlich auch nicht fehlen.

Buckingham Fountain
Buckingham Fountain

Zugfahrt von New Orleans nach Chicago

Bereits vor unserer Reise hat Oliver eine Roomette im Zug von New Orleans nach Chicago gebucht.  Das ist ein kleiner Raum mit zwei gegenüberliegenden Sitzen, die zu einem Etagenbett umgebaut werden können. Vom Zugbegleiter wurden wir freundlich begrüßt, unsere Namen wurden auf der Liste abgehakt und schon konnten wir unser Quartier für die nächsten 20 Stunden betreten. Der Zug ist zweistöckig und unsere Kabine Nr. 9 lag in der oberen Etage, in der es immer besonders wackelt. 

Direkt hinter den Kabinen, die auch teilweise besser, nämlich mit eigener Dusche und richtigen Liegen ausgestattet sind, befand sich des Obsersavations-Wagen. Hier kann man sitzen und aus den riesigen Fenstern sogar in den Himmel schauen. Darauf folgt der Speisewagen, wo wir unser Mittagessen, Abendessen und Frühstück zu uns nehmen konnten. Eine Lieferung in die Kabine war auch möglich, aber ein Blickwechsel während der langen Fahrt kam uns sehr entgegen. Während des Abendessens kamen wir schnell mit einem Pärchen aus Michigan ins Gespräch. Auch sie reisten in einer kleinen Kabine, waren also unsere Nachbarn auf Zeit.

Das Essen im Zug wird auf Plastiktellern mit viel Alufolie serviert. Zum Abendessen ist zusätzlich ein alkoholisches Getränk pro Person im Reisepreis enthalten. Das Essen schmeckte ganz okay, aber eben genau wie das, was es war: ein Fertiggericht aus der Mikrowelle. 

Mittagessen im Zug
Mittagessen im Zug

Die Konstruktion unserer Betten klemmte ordentlich, sodass wir beim ersten Gebrauch die Hilfe des Zugbegleiters brauchten. Bereits kurz nach dem Einstieg machten wir ein kleines Nickerchen von etwa zwei Stunden. Reisen macht eben sehr müde. Oliver war so nett, das obere Bett zu nehmen. Mittels Gurten, die an der Decke befestigt waren, wurde er “gesichert”, was sich aber nicht sehr sicher anfühlte.

Liegen in der Roomette
Liegen in der Roomette

Nachts schliefen wir trotz des Geschaukels beide recht gut. Auf unserem Gang befand sich eine saubere Toilette.

Abfahrt von New Orleans
Abfahrt von New Orleans
Roomette tagsüber
Roomette tagsüber

Loop und Park mit Buckingham Fountain (Al Bundy)

Buckingham Fountain
Buckingham Fountain

Nach Ankunft verstauten wir unser Gepäck in einem Café, das Gepäckaufbewahrung über bounce.de anbietet. Unser erster Weg führte uns in das Macy s, ein riesiges Einkaufszentrum mit vielen angesagten Marken. Doch auch hier fand ich keinen neuen Kulturbeutel. Ein Spaziergang durch den Grand Park führte uns zu dem Buckingham-Fountain, der allen durch die RTL-Serie “Eine schrecklich nette Familie” aus den 1980er und 1990er Jahren bekannt sein sollte. Im Schatten genossen wir die Aussicht auf den Michigan-See. Nach einem Stück Pizza konnten wir endlich unser Quartier im Hipster-Stadtteil Pilsen beziehen. Gebucht hatten wir diesmal über airbnb.de, wo wir ein Zimmer mit zwei großen Betten und einem eigenen Bad in einer Privatwohnung beziehen konnten. Hier fielen wir wieder müde in die Betten – wie gesagt: Reisen macht müde.

Abendliche Architektur-Bootstour

Skyline von Chicago
Skyline von Chicago

Für den Abend stand mal wieder eine Bootstour auf dem Programm. Im Dunkeln konnten wir die tollen Hochhäuser bestaunen und der Geschichte der Stadt Chicago lauschen. Bereits im Zug hatte ich einige interessante Fakten erlesen z.B. dass die Stadt zu einem Drittel abgebrannt war, weil sich eine Kuh erschreckt hat und dabei eine Kerze umstieß.

Exit-Spiel wegen Regens

Der zweite Tag unseres Chicago-Aufenthalts war durch starken Regen gekennzeichnet. Nasse Sachen hatten wir auf dieser Reise schon zu genüge, weshalb wir es vorzogen, in der gemieteten Wohnung unser Exit-Spiel zu beenden, was wir mehr oder weniger erfolgreich taten. Wir sind in der Vorweihnachtszeit bei uns zu Hause wesentlich erfolgreicher im Lösen von Rätseln. Am frühen Nachmittag kehrten wir für einen Snack bei Potbelly ein.

Hemingway House

Inspiriert durch die Lesung von Dr. Mark Canada, dem ich auf unserer Schiffsfahrt von Hamburg nach New York dreimal lauschen konnte, wollte ich natürlich auch das Geburtshaus von Ernest Hemingway sehen. Der Stadtteil Oak Park (auch Hemmingway Quarter genannt) liegt etwas außerhalb und wirkte etwas edler. Das Haus erscheint ganz unspektakulär in einer etwas feineren Wohnsiedlung. Leider war für den Tag keine Führung vorgesehen.

Baseball Chicago White Sox

Nach etwas Kulturellem für mich, sollte es etwas Sportliches für Oliver geben. Trotz ausverkauftem Stadions ist es ihm gelungen, zwei Eintrittskarten für das Spiel der Chicago White Sox gegen die Cincinnati Reds zu ergattern. Vor Jahren saß Papst Leo, der selbst ein großer White Sox Fan ist und bekanntlich aus Chicago stammt, im Stadion, als die Chicago White Sox daraufhin die Meisterschaft (World Series) gewannen. Deshalb gilt der 11. August als der Papst-Tag im Stadion, woraufhin die Sox die World Series gewannen. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen beim Eintritt eine Papst-Mütze geschenkt. Das sah schon sehr lustig aus. 

Unsere Sitzplätze lagen im obersten Block. Der Blick zum Spielfeld ging steil bergab, sodass mir ganz schön mulmig zumute wurde. Trotzdem schaffte ich es, für uns beide Getränke zu holen und sicher an den Platz zurückzukehren. In einer Pause standen alle Zuschauer auf und gaben sich gegenseitig die Hände und sagten etwas Positives über den Papst. Ich habe wieder nur die Hälfte verstanden, weil doch alles etwas plötzlich kam. Oliver war in der Zeit mit seiner Sitznachbarin in ein kurzes Gespräch vertieft, in dem sich herausstellte, dass ihre Halbschwester aus der Nähe von Kaiserslautern stammt, wo Oliver studiert hat. Die Welt ist doch kleiner als gedacht.

Das Spiel war bis zum Ende noch nicht entschieden, sodass Spannung in der Luft lag. Die Regeln des Baseball-Spiels hatte ich mittlerweile etwas durchblickt. Leider endete das Spiel nicht gut für die White Sox, doch am nächsten Tag sollte ein weiteres Spiel gegen dieselbe Mannschaft erneut stattfinden. 

Am Mittwoch, 12.08.2026 standen wir wieder recht früh auf, um den Zug nach Kansas City zu besteigen. Um 7.45 Uhr verließen wir unsere Unterkunft und fuhren mit unserem Tagesticket, das wir am Vortag gekauft hatten, zum Bahnhof. In einer riesigen Bahnhofshalle warten wir auf den Zug, der um 9.50 Uhr losfahren sollte. Ab 9.20 Uhr begann der Check-in. Vor dem Betreten des Zuges mussten die Tickets vorgezeigt werden und der Zugbegleiter, wies einem den Waggon zu. Die Fahrt dauerte über 20 Stunden, war aber im Sitzen ganz gut zu ertragen.

Essen in Chicago

Bereits auf der Zugfahrt nach Chicago wurde uns von unseren kurzzeitigen Nachbarn die besondere Pizza in Chicago beschrieben. Die Deep-Dish-Pizza hat einen hohen Rand, viel Tomatenmark und Belag nach Wahl. Uns schmeckte sie eher wie ein Stück Hefekuchen mit einer Tube Tomatenmark.

Eine weitere Besonderheit ist der Chicago Hot Dog, den wir im Stadion kosten durften. Oliver suchte vergeblich den Ketchup, doch ich wusste aus dem Reiseführer, dass dieser Hot-Dog nur mit festigen Bestandteilen serviert wird: gelber Senf, leuchtend grünes Relish, weiße Zwiebeln, Tomatenspalten, einem Gurkenstück, scharfen Peppers und Selleriesalz. Im Stadion verzichteten wir jedoch auf Selleriesalz. Man muss ja nicht jeden Quatsch mitmachen.

Die Potbelly-Kette hatten wir schon in Washington kennengelernt. Hier bekommt man Salate und Sandwiches. Die Kombination aus Sandwich, Chips und einem Getränk zum Selberzapfen kostet 7,99 Dollar, was gut für unsere Reisekasse ist. Die Sandwiches sind lecker und können nach eigenen Vorlieben belegt werden.

In Pulau Kapas verbringen wir unsere Cornona-Quarantäne, was in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung ist. Rose ist eine hervorragende Köchin und wird tatkräftig von ihrem Angestellten Yo unterstützt.

Das Frühstück ist teilweise typisch malaysisch, teilweise europäisch. Angeboten wird die Spezialität Roti Canai, einer in der Pfanne zubereitetem Fladenbrot mit wahlweise Curry, Bananen, Ananas, Schokolade, Honig, Zucker, süßer Milch oder flüssiger Schokolade.
Weiterhin gibt es kleine Pfannkuchen mit den gleichen Beilagen, denen gelegentlich frische Kokosnuss beigemengt wird.
Wer es lieber europäisch mag, bekommt Toast mit verschieden zubereiteten Eierspeisen wie Omelette oder Rührei oder ganz einfach Joghurt mit frischen Früchten.
Seit wir die einzigen Gäste dank der Corona-Pandemie sind, überrascht uns Rose auch mit Gerichten, die nicht auf der Karten stehen, wie einem gut gewürzten malaysischen Porrdige.

Neben Kaffee gibt es verschiedene Teesorten, die mit frischen Zutaten wie Ingwer oder Limonengras angeboten werden. Außerdem werden Fruchtshakes aus lokalen Früchten wie Kiwi, Ananas, Drachenfrucht, Mango oder Papaya mit vom Festland geliefertem crushed ice serviert.

In Johor Bahru wohnten wir auf der Jalan Meldrum Straße, auf der die Restaurants 24 Stunden am Tag geöffnet hatten.

Am ersten Tag entschieden wir uns für ein chinesisches Restaurant auf unserer Straße. Wir bestellten beide eine kleine Portion. Für mich gab es Nudeln mit Schwein und Sauce, Oliver bekam Ente ohne Beilage. Bei beiden Gerichten waren wir sehr enttäuscht. Es schmeckte langweilig und lieblos.

leckere Suppen
leckere Suppen

Das Restaurant “Amphanwa Boat Noodle” ist sehr zu empfehlen. Auf der Speisekarte standen u.a. fünf verschieden Suppen, die in einer Art Dessert-Schüssel serviert wurden. Wir bestellten alle fünf und teilten diese. Jede schmeckte umwerfend gut. Sie unterschieden sich durch die Fleischbeilage und die Art der Nudeln. Zu trinken gab es Milchshakes: meiner war mit Rosengeschmack, Oliver hatte irgendeine Art von Kakao.

Morgens suchten wir eine der empfohlenen Bäckereien auf, die mehrfach ausgezeichnet sind: Hiap Joo Bakery. Eigentlich hatten wir etwas zum Reinsetzen gesucht, doch diese Bäckerei bestand nur ein einer Fläche, auf der man sich abgepackte gefüllte Milchbrötchen oder Bananenbrot nehmen konnte und einer Verkaufstheke. Etwas weiter entfernt war das “Chaiwalla Café.”, welches wir von unserem abendlichen Besuch schon kannten. Dort verspeisten wir dann zu einem thailändischen Milchtee (gekühlt) unsere mit Curry und Kokos gefüllten Brötchen.

Gegenüber der Bäckerei zeigte sich ein Restaurant namens “Toast & Coffee”, in das wir am zweiten Tag einkehrten. Die Spezialität war das “Salted Egg”. Für mich gab es ein Toast mit Salted Egg, was himmlisch schmeckte: zwei Toasts übereinander mit einer Sauce aus Ei. Außerdem wählte ich ein Gericht mit kleinen Reiskuchen und Hoisin-Sauce, die würzig schmeckte und ein empfohlenes Gericht das sich “Rojak” nannte. Das war geröstetes Brot mit Ei und Erdnüssen. Oliver bekam Nudeln mit Spiegelei und Gurke und ein Toastsandwich. Insgesamt war alles zu viel, doch die Speisen sahen auf der Karte kleiner aus, als sie in Wirklichkeit waren. 

Während unseres Besuchs der Einkaufsmall trafen wir per Zufall auf das “AK Noodles House”, das gut frequentiert war. Die Suppen waren riesig. Man konnte die Art der Zubereitung wählen und dann aus acht Nudelsorten eine ergänzen. Ich hatte Fischnudeln, Oliver gebratene, welche er der Suppe hinzufügen musste. Die “kleine” Schale Muscheln erwies sich als riesig, so dass wir von allem etwas übrig ließen. Frische Obstsäfte ergänzten unser Mahl.

Kota Tinggi

Der kleine Ort Kota Tinggi ist überhaupt nicht auf Touristen eingestellt. Hier reihen sich jedoch viele Geschäfte internationaler Labels aneinander, u.a. Tupperware und Royal Canin, die Katzenfutter herstellen. Restaurants fanden wir durch google maps. Das von uns angesteuerte Restaurant verkaufte Essen in Buffetform, mit schon fertig auf Tellern angerichteten Suppen mit Fischköpfen. Das Ganze fanden wir nicht besonders hygienisch, weil es ja sehr heiß in Malaysia ist und sicher schon Insekten zu Besuch waren. 

Ein Haus weiter war ein weiteres Restaurant, das gut besucht war. An den Wänden zeigte sich die Gerichte, aus denen wir leicht auswählen konnten. Es ist immer schön, wenn Bilder uns weiterhelfen.
Die anderen Gäste sprachen uns an und es stellte sich heraus, dass zwei von ihnen in Deutschland gearbeitet haben. Das hier gebotene Essen war umwerfend gut. Beide Suppen (Laksa und Mee Mee Curry) enthielten viel Gemüse und Saucen aus Curry und vielen Gewürzen. Die Besitzerin drehte im Anschluss ein Video von uns, dass sie auf facebook teilte, weil sie so begeistert war, dass zwei Deutsche bei ihr aßen.

Mersing

In der Nähe unseres Hotels fanden wir eine Art Street Food Laden, in dem wir erst nur Getränke und anschließend dann doch Speisen zu uns nahmen. Angeboten wurden Glasnudeln im heißen Topf, für Oliver mit Krebs, für mich mit Garnelen. Es schmeckte okay, war jetzt aber nicht so, dass wir wiederkommen würden. Dieses Restaurant hatten wir erwählt, weil wir einen Tisch zum Kartenspielen brauchte, alles andere war zweitranging. 

Pulau Tioman

Am ersten Abend suchten wir das Restaurant “Rozita Cafe” an der Bootsanlegestelle auf. Hier saßen auch die Tauchlehrer unserer Unterkunft, weshalb das Essen bestimmt gut ist.
Die Aussicht war toll: wir konnten die Fähre einfahren sehen und die Sonnenuntergang genießen. Das Essen war in Ordnung. Wir wählten beide ein Suppe und eine Portion Tintenfisch. Hier lernten wir viele Katzen kennen, die ständig etwas erbettelten.

Unsere Unterkunft bietet morgens immer ein schlichtes Frühstück, das täglich wechselt. Meist gibt es Toast mit Eiern oder Roti-Brot mit Curry-Sauce. Mittags kann man zwischen Frühlingsrollen (vietnamesisch), Wraps, Nudeln, Toast und Obstsalat wählen.

Am zweiten Abend fanden wir unweit unserer Unterkunft ein Fischrestaurant. Den Fisch kann man sich selber mit einer Zange auswählen, der dann von dem sehr kommunikativen Koch auf dem Straßengrill zubereitet wird. Eine Marinade rundet das Ganze ab. Dazu gibt es Reis und Gemüse, das man einzeln dazu bestellen kann.
Fortan war dies unser Lieblingsrestaurant, wo wir am dritten Tag mit Clayton und Liz aus Australien und am vierten Tag mit Anna (Russin) und Leathon (USA), aktuell in China arbeitend, aßen. Auch am fünften und letzten Tag gesellten sich die beiden zu uns.

Kyoto hat uns kulinarisch nicht umgehauen. Die Gerichte kannten wir schon und hatten sie schon besser zubereitet gegessen.

Ramen-Suppe im Schnellrestaurant

Links sieht man Mabu-Don, ein Gericht mit Tofu, das wir schon aus Deutschland kennen, daneben eine Ramen-Suppe. Meiner Meinung nach war das alles etwas überwürzt und schmeckte nach chinesischen Geschmacksverstärkern. Oliver schmeckte besonders viel Pfeffer heraus, doch wir wurden satt.

Food-Market bei den 1000 Toren

Zwischen den 1000 Toren reihen sich kleinere Cafés. Auf dem Weg zur etwas weiter entfernteren Metro-Station kommt man an vielen kleinen Essens-Ständen vorbei. Der erste war einer, der Reiskuchen, die beim Kauf frisch gegrillt werden, anbietet. Leider schmecken sie etwas fad. An weiteren Ständen findet man Spießchen mit Krebs, Tintenfisch usw. Ein Stand verkaufte die von Oliver favorisierten Oktopus-Bällchen Takiyaki.

Weitere Stände gab es am Gion-Tempel, wo u.a. eine Abwandlung von den Takiyaki angeboten wurde. Sie waren gerollt und hatten zusätzlich eine Käsefüllung, was hervorragend schmeckte.

In Gion reihen sich eher traditionelle Läden aneinander. In einem Restaurant wurde Kaffee angeboten, was uns sehr entgegen kam. Auf der Speisekarte fanden wir einen Käse-Kuchen ohne Teig mit einer Scheibe Käse überbacken. Genau nach Olivers Geschmack. Am selben Morgen hatte er mir nämlich erklärt, dass er vom Käsekuchen nur die Quarkfüllung mag, den Rest könne man sich sparen. Typisch Olli!
Ich hatte ein Käsepfännchen mit Garnelen und Reis. Der Kaffee dazu war nicht besonders. Dafür war das Milchkännchen, das aus dem Kaufladen unserer Nichten stammen könnte ein Witz. Ein Mini-Schluck Milch wurde angeboten!

Die Lebensmittel in Japan ähneln sich. Trotzdem gibt es einige Spezialitäten in machen Städten z.B. die japanische Pizza Okonomiyaki, die in Osaka mit anderen Saucen serviert wird. Auch Takoyaki, die Oktopusbällchen waren für uns neu. Restaurants gibt es in Hülle und Fülle. Aus Automaten kann man immer heiße und kalte Getränke ziehen, manchmal auch komische Gebilde in Fischform (s. Titelbild).

Takoyaki und Okonomiyaki nach Osaka Art

In dem Stadtteil Dotonbori findet man viele Geschäfte mit riesigen Werbetafeln. Genauso viele Restaurants preisen hier ihre Speisen an. Aus dem Bauchgefühl entschieden wir uns für ein Restaurant, da sul pro Takoyaki anbot, die lecker aussahen. Es handelt sich um kleine Teigbällchen mit individueller Füllung. Wir wussten jedoch nicht, dass wir diese selbst zubereiten mussten. Das heiße Eisen mit den kugelförmigen Einkerbungen stand auf dem Tisch, daneben eine Kanne mit Teig, ein Teller mit Oktopus-Stückchen und mehreren Saucen. Interessiert beäugten wir das Ganze bis eine Kellnerin beherzt herbeieilte und zeigte, wie es funktioniert.

Den Okonomiyaki nach Osaka Art (rechtes Bild) brachte man uns zum Glück fertig zubereitet.

Das Restaurant bzw. die Aufteilung des Restaurants sind noch zu erwähnen: Man sitzt an Vierer-Tischen und hat seinen eigenen kleinen Grill. Um Privatsphäre zu haben, kann man Vorhänge um sich herum zuziehen. Das wirkte etwas skurril, da das Restaurant eher den Eindruck einer Frittenbude machte. Außerdem durfte hier in bestimmten Teilen geraucht werden.

Kurumon-Food-Market

Auf dem Kurumon-Food-Market gibt es allerlei Köstlichkeiten. Die ersten drei Bilder zeigen die Zubereitung eines Rindfleisch-Spießchens und eines Kobe-Rind-Burgers (Spezialität aus Kobe in Japan).
In der folgenden Zeile sieht man fangfrische Meere“früchte“: Garnelen, Krebse und Seeschnecken.
Weiterhin gibt es Gemüse (hier Auberginen) asiatisch gewürzt, Mochi und diverse Teigwaren.

Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai

In einem der vielen Restaurants nahmen wir an einer langen Theke Platz. Aus der Speisekarte konnten wir uns einzelne Spießchen auswählen, die man in Soja-Sauce tunken konnte. Dazu gab es Kohlblätter und Okonomiyaki.

In unserer Heimatstadt Düsseldorf gibt es etliche japanische Restaurants, weshalb uns Sushi und Ramen-Suppen geläufig sind. Auch die japanische Pizza Okonomiyaki haben wir schon mal probiert. Im Folgenden zeige ich das auf, was wir in Hakata und Hiroshima gegessen und gesehen haben. Für jede Stadt einen eigenen Artikel zu veröffentlichen, würde den Blog sprengen.

Koreanische Instant-Reisnudeln

Bevor es mit dem Tragflächenboot von Busan in Süd-Korea nach Hakata, Japan gehen sollte, stärkten wir uns am Hafen erstmal mit einem typischen Instant-Gericht, das es in jedem Supermarkt gibt. Wie schon auf den Märkten probiert, habe ich mich zu einem Fan von Reisnudeln in scharfer Sauce entwickelt. Leider war dieses Instant-Gericht so mega scharf, dass ich es nicht zu Ende essen konnte.

Japan: Hakata-Food

Bereits zum Frühstück isst man in Japan Suppen. Die Restaurants liegen oft direkt nebeneinander, so dass man eine große Auswahl hat. Auf unserem Tisch standen Aschenbecher und es roch nach Zigaretten. Es ist hier noch üblich, dass in Restaurants geraucht wird.
Oliver hatte die Hakata Ramen-Suppe, ich hatte eine etwas schärfere mit einem Ei. Dazu isst man eingelegten Ingwer. Die Suppen waren recht schnell fertig, weshalb ich davon ausgehe, dass sie in einem großen Pott vorgekocht wird und nur noch individuell verfeinert wird. In Deutschland hingegen wird jede Suppe z.B. im Restaurant Naniwa (alter Name von Osaka) frisch zubereitet.

Bahnhof Hakata Ramen Shin Shin

Den Tipp für das Restaurant Shin Shin am Bahnhof von Hakata habe ich aus dem Internet. Es ist eine Kette, die sich auf Ramen-Suppen spezialisiert hat. Mittags gibt es eine Lunch-Karte, aus dem man sich die Standard-Suppe mit individuellen Beigaben auswählen kann. Ich wählte Reisbällchen, die eigentlich schon zu viel waren. Oliver hatte dazu noch Gyoza.
Diese Suppe war meiner Meinung nach einer der besten, die wir je gegessen hatten.

Spezialitäten Geschäfte am Bahnhof von Hakata

Erdbeer Moschi
Erdbeer Moschi

Mochis sind kleine japanische Reiskuchen, mit verschiedenen Füllungen. Diese findet man überall in Japan und werden auch als Nachtisch gereicht. Für die Zugfahrt mit dem Shinkansen haben wir uns jeder einen mit einer Erdbeere gefüllten (typisch für Hakata) Mochi gegönnt.

Japan: Hiroshima-Ramen

Weil wir unser Restaurant mit japanischen Pfannkuchen nicht gefunden hatten, landeten wir in der Nähe des Bahnhofs in einem kleinen Ramen-Restaurant. Die Besitzer sind sehr sportbegeistert, so dass alles mit Devotionalien der ortsansässigen Baseballmannschaft (The Carps) dekoriert war.
Die Vorspeisen sind immer sehr überraschend, weil wir oft nicht entziffern können, was auf der Karte steht.
Unten sieht man Edamame (Sojabohnen am Zweig), die mittlerweile auch Oliver gerne isst. In der kleinen Schale wurde roher, eingelegter Tintenfisch aufgetischt.
Links ist Olivers Suppe mit Udon-Nudeln und Garnelen abgebildet. Die daneben war meine. Oft serviert man ein Ei zu der Suppe. Bisher kannte ich nur die gekochten und teilweise eingelegten Eier. Hier handelt es sich um ein rohes Ei, das ich dann in die Suppe gerührt habe. An manche Essgewohnheiten müssen wir uns noch gewöhnen.

Hiroshima Okonomiyaki

Zubereitung Okonomiyaki
Okonomiyaki

Nach einiger Suche fanden wir endlich das Viertel – ober besser gesagt – das riesige Gebäude, in dem es Okonomiyaki geben sollte. In Hiroshima wurde eine besondere Art der Zubereitung angepriesen. In der dritten Etage fanden wir eine Art Markt mit mehreren Ständen, die alle mehr oder weniger die gleiche Speise (Okonomiyakis) anboten. Auf riesigen Eisenplatten werden Nudeln, Kohl, Eier und Zutaten nach Belieben gebraten und mit einem Spatel gewendet oder geschnitten.

Auf dem rechten Bild sieht man, wie das Gericht vor den Augen des Gastes zubereitet wird. Unten könnt Ihr das fertige Gericht bestaunen. Oben drauf sind Lauchzwiebeln und zwei Austern.

Supermarkt-Food

Japanisches Essen unterscheidet sich schon sehr von europäischem Essen. Es ist sehr fischreich und wird in kleinen Portionen verpackt, so dass man sich seine eigene Auswahl zusammenstellen kann. Leider entsteht sehr viel Plastikmüll. Inbesondere Getränke, die man aus Automaten ziehen kann, sind in Dosen oder Plastikflaschen verpackt. In der Mitte sieht man neben den Getränken auch eine Mais- und eine Bohnensuppe, die man heiß aus dem Automaten ziehen kann.

Koreanisches Essen mögen wir in Deutschland schon sehr gerne und haben unsere Stammrestaurants. Jetzt wollen wir die Vielfalt der Speisen und Spezialitäten des koreanischen Essens erweitern, was ich Euch im Folgenden darstellen werde. Vorsicht, es wird sehr lecker. Bestellt am besten schon mal einen Tisch in einem koreanischen Restaurant.

Koreanisches Restaurant (Name nicht ermittelbar)

Am Tag unserer Ankunft in Seoul, Korea, suchten wir abends ein Restaurant in der Nähe und entdeckten ein kleines, aber gut besuchtes Lokal. Auf dem Tisch lag eine Karte, aus der wir durch Zeigen auswählten. Alle Gerichte hörten sich etwas merkwürdig an: Hühnerfüße, Schweinebauch, irgendeine Art von Sülze. Wir entschieden uns für das, was wir schon kannten und lieben: Oktopus in scharfer Sauce. Leider war das ausverkauft und man empfahl und Seeschnecken mit scharfer Sauce und kalten Nudeln.
Das war sehr lecker, aber leider mega scharf. Hier entdeckte ich auch mein neues Lieblingsgetränk: Soju mit Grapefruit.

Restaurant im Shopping-Viertel Myeongdong (Name nicht ermittelbar)

Auf unserem Spaziergang durch das Myeongdong-Viertel stießen wir auf ein Restaurant, das nicht nach Street-Food aussah. Die Speisekarte überzeugte uns, so dass wir einkehrten. Auf dem Tisch stand eine Kanne mit grünem Tee, mit der man sich bedienen konnte. Zuerst bekamen wir die typischen Vorspeisen (oben rechts) aus Rettich, Soja-Bohnen und Kimchi. Für mich gab es Reis mit einer unscharfen Sauce. Das Essen vom Vorabend machte mir noch zu schaffen. Oliver bestellte Nudeln mit einer köstlichen Bohnensauce. Meine kleine Suppe überließ ich Oliver, da sie mega scharf war. Wir müssen unsere Mägen erstmal daran gewöhnen.

Ginseng-Suppe am Palast: Tosokchon Semgyetang

Das Wurzelgemüse Ginseng ist in Korea sehr populär. Eine Empfehlung aus dem Internet war das Ginseng-Restaurant, das sich auf Ginseng-Huhn in Suppe spezialisiert hat.
Auf dem Tisch stehen zwei große Pötte Kimchi. Man bekommt Plastik-Teller in diversen Größen, für die es eine Gebrauchsanweisung in der Karte gibt. Wir bestellten beide das traditionelle Huhn in einer Klaren Suppe. Die Suppe würzt man selber mit Salz und Pfeffer, Ginseng aus einem kleinen Topf, der pro Person zugeteilt wird. Außerdem gibt es Knoblauch-Scheiben und scharfe Sauce. Anbei ein kleiner Ginseng-Schnaps, den man vor, während und nach dem Essen zu sich nehmen soll (lach).
Das Huhn war sehr zart, aber eine Herausforderung für uns. Es war mit Reis und einer riesigen Ginseng-Wurzel gefüllt. Man hatte immer irgendwelche Knochen im Mund, was ich nicht so toll finde. Erst als wir alle Gewürze verbraucht hatten, bekam die Suppe einen angenehmen Geschmack.
Diese Suppe gehört nicht zu den Dingen, die wir einem Korea-Reisenden empfehlen würden.

Street-Food

Hier sieht man typische Street-Food-Gerichte, die in der Nähe des Nachtmarkts Namdaemun liegt nicht weit vom Hauptbahnhof. Dieser öffnet um 17 Uhr. Wahrscheinlich liegt es an der Jahreszeit bzw. an der Kälte, dass die Stände nicht so lange auf hatten. Normalerweise schließt er erst um 4 Uhr nachts.
Hier gab es Fischsuppe mit Fischpfannkuchen (oben links), Oktopus-Spießchen, die mit einem Bunsenbrenner erhitzt wurden, Mandu (Knödel) mit Kimchi-Füllung (2. Reihe links) und natürlich mein Lieblings-Streetfood: Reis-Kuchen in scharfer Sauce.

Gwangjang Market (Netflix Market)

Nicht alle von den hier angezeigten Speisen konnten wir probieren. An fast allen Ständen gab es Mandu, Fischsuppe oder Oktopus-Spießchen. Zwischendurch entdeckte man Stände mit rohen Zutaten wie Gemüse zum Verarbeiten. Außerdem fanden wir viele Fischstände vor. Auf dem letzten Bild sieht man rohes Rindfleisch mit einem Ei. Nach eigener Internet-Recherche habe ich herausgefunden, dass das wohl koreanisches Tatar ist.

Koreanisches BBQ

Koreanisches BBQ kennen wir ja schon aus Deutschland und hatten dieses bereits in Wladiwostok in Russland gegessen. Eigentlich wollten wir uns eine Portion teilen, was aber nicht möglich war. Jeder bekam eine Kohlsuppe und einen Salat. Das marinierte Fleisch konnten wir mit einer Zange auf unseren eigenen Grill legen. Anschließend nahmen wir ein Salatblatt (noch nicht auf dem Foto), bestrichen dies mit Sauce, legten dazu Salat und Kimchi und ab in den Mund. Sehr köstlich! Zwischendurch kamen hohe Flammen aus dem Grill, was die Bedienung mit meiner Kohlsuppe löschte. Sehr lustig. Die Schere dient dazu, das fertige Fleisch in mundgerechte Stücke zu schneiden.

Lotte Markt (Supermarkt)

Der Lotte Markt am Bahnhof in Seoul ist ein (Feinschmecker-) Paradies. Hier findet man alle Spezialitäten der koreanischen Küche. Oft handelt es sich um Fertig-Gerichte, die mit heißem Wasser zubereitet werden. Aber auch Zusammenstellungen verschiedener Fische und Kräuter für Suppen, Süßspeisen, Tees u.v.m. sind hier zu finden.
Besonders bekloppt ist der Hot & Cold Kühlschrank. Die unteren Getränke werden gekühlt, die oberen sind heiß.

Der Markt selbst ist voll mit Gratisprobierständen für alles und jedes… Sicherlich auch eine Alternative für Budget Reisende.

Wir deckten uns mit zahlreichen Snacks und Drinks ein, inspiriert durch Tripzilla
Ansonsten sprechen die Bilder für sich:

Wladiwostok im Osten Russlands hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Inbesondere gibt es hier endlich wieder Cafés, in denen Kaffee aufgebrüht wird und kein Instant-Produkt ist.

Nordkoreanisches Restaurant

Am Tag der Ankunft in Wladiwostok aßen wir erstmalig in einem nordkoreanischen Restaurant Pyongyang. Von dem Speiseangebot unterscheidet es sich nicht von der Auswahl in Südkorea, zumindest von dem Essen, das uns in Düsseldorf angeboten wird.

Cat & Clover Art Music Pub

Dieser Pub liegt direkt am Strand. Hier trafen wir Olivers Bekannten aus Indien. Angenehm war wieder, dass man die Garderobe vorher abgeben kann und dann einen netten Abend verbringen kann, ohne auf seinen Kram aufzupassen. Hier hängen Plattencover und Shirts von U2, Queen und The Doors.

Treffen mit Alexej
Treffen mit Alexej

Zolotoy Feniks Restaurant direkt am Bahnhof

Nachdem wir bestätigt bekamen, dass keine Fähren nach Korea oder Japan reisen, kehrten wir zum Mittagessen in das Restaurant Zolotoy Feniks schräg gegenüber vom Bahnhof ein. Wir hätten uns für das Buffet entscheiden sollen, das sehr reichhaltig war. Stattdessen haben wir jedoch á la carte bestellt, was auch gut war.

Ramen-Restaurant Umami

Um die Ecke von unserer Unterkunft fanden wir ein Restaurant, das gut besucht war. Ramen-Suppen essen wir ja auch gerne in Düsseldorf. Oliver wählte eine Suppe auf Krebs-Basis, ich entschied mich für die vegetarische Variante.

Am letzten Abend in Wladiwostok besuchten wir ein Fischrestaurant. Bei Zuma gibt es Spezialitäten aus dem asiatischen Raum. Inbesondere wird Wert auf lokalen Fisch gelegt.
Als Vorspeise teilten wir uns drei verschiedene Sorten Dumplings. Sie wurden mit verschiedenen Dipps gereicht.


Für den Hauptgang bekam ich Hailbutt auf Kartoffelstäbchen in Bambus auf dem Ofen zubereitet.
Oliver aß einen Krebs gefüllt mit Reis und Gemüse.