Tag

Costa Rica

Browsing
Costa Rica wird für uns ein Ort der Entspannung, da wir vorher viel herumgereist sind. Neben Tagen am Strand besuchen wir auch das Jaguar-Rescue-Center.

Abfahrt von San José

Die letzte Nacht in San José war etwas anstrengend, da wir abends in strömendem Regen zu unserem Hotel zurücklaufen mussten. Im Zimmer stellte ich mit Erschrecken fest, dass es an einer Stelle reingeregnet hat und zwar genau auf meinen Nachttisch, auf dem mein Reisepass lag. Zum Glück war der doppelt und dreifach verpackt, so dass er keinen Schaden abbekam.

Das Früstück hatte ich für 7 Uhr am Vortag bestellt, doch war es erst um 7.20 Uhr fertig. Um 7.40 Uhr sammelte uns der Mini-Van pünktlich vor der Tür ein. Wir waren schon etwas froh, hier weg zu kommen. San José gilt als nicht ganz ungefährlich. Vor der Hautür waren deshalb Gitter angebracht, die jedoch nur vom Personal per Knopfdruck zu öffnen ist. Im Notfall wäre das sicher problematisch.

Fahrt von San José nach Costa Rica

Vanfahrt nach Costa Rica
Vanfahrt nach Costa Rica

Die Fahrt im Mini-Van war erstaunlich angenehm. Eine unserer Mitfahrerinnen war sehr unsicher und fragte mehrfach nach, ob sie im richtigen Bus säße. Insgesamt war das eine angenehme Reisegesellschaft. Wir machten Halt an einem großen Souvenirladen, bei dem es auch Toiletten und Getränke gab. An einem Halt mussten wir komplett den Van wechseln. Wahrscheinlich befahren die Fahrer immer nur einen bestimmten Streckenabschnitt.

Ankunft in Costa Rica

Vor unserer Unterkunft lieferte uns der Van-Fahrer ab. Wir waren mittlerweile die letzten Passagiere. In der Unterkunft empfing uns Martin, ein vor 3 Jahren eingewanderter Schweizer. Er gab uns Tipps, was man in der näheren Umgebung fußläufig erreichen kann. Das ZImmer war angnehm groß mit einer kleinen Kochgelegenheit. Außerdem wurden uns ökologisch verträglicher Mückenschutz und Sonnenschutz zur Verfügung gestellt.

Zimmer in Costa Rica
Zimmer in Costa Rica

Schwimmen im Atlantik

Zu Fuß spazierten wir zur belebten Strandstraße, die von Cafés und kleine Buden mit Schmuck und Strandbekleidung gesäumt war. In einem kleinen, von Martin empfohlenen Restaurant gab es unser erstes Costa Ricanisches Essen und eine Kokosnuss zu trinken. Herrlich!

Atlantik in Costa Rica
Atlantik in Costa Rica
Atlantik in Costa Rica 2
Atlantik in Costa Rica 2

Durch ein Gatter gelangten wir in den Dschungel, der am Strand entlangführt. Vögel und andere Tiere begrüßten uns und hießen uns willkommen. An einer kleinen, verlassenen Bucht ließen wir uns nieder und konnten das wadentiefe Wasser genießen.

Weiter durch den Dschungel und ein Stück auf der Straße entlang gelangten wir zum Surf-Strand. Hier herrschte buntes Treiben am und im Meer. Der starke Wellengang ließ mich jedoch schell wieder an Land kommen. Auch Oliver ließ es sich nicht nehmen, in das kühle Nass zu huschen.

Strand-Tag in Costa Rica

Blumen im Haar
Blumen im Haar
Dschungel-Man
Dschungel-Man

Unseren ersten kompletten Tag in Costa Rica verbrachten wir gemütlich am Strand. Das ist auf der bisherigen Reise zu kurz gekommen. Für den nächsten Tag buchten wir Fahrräder und konnten diese schon um 17 Uhr abholen und bei uns in der Unterkunft abstellen. Es war ein wenig schwierig für mich, ein ungewohntes Fahrrad nur mit Rücktritt-Bremse zu fahren, doch es sollte für die Tour zum Jaguar-Rescue-Center reichen.

nach Hause telefonieren?
nach Hause telefonieren?

Jaguar-Rescue-Center

Mit tags zuvor geliehenen Fahrrädern erreichten wir pünktlich die Tier-Auffangstation. Um 9.30 Uhr startete sogar eine Tour auf Deutsch mit einer jungen Frau, die eigentlich nur fünf Wochen bleiben wollte, nun aber bereits seit fünf Jahren hier lebt.

Gezeigt werden grundsätzlich nur Tiere, die in der Auffangstation bleiben. Alle anderen sollen ihrer natürliche Scheu vor Menschen nicht verlieren und irgendwann wieder ausgewildert werden. 

Zuerst wurden uns die Aras gezeigt, die durch die Abholzung des Waldes vom Aussterben bedroht sind. Weiterhin konnten wir Faultiere sehen, die durch Unfälle mit Autos verletzt wurden oder an Strommasten Verbrennungen erlitten haben. Durch Amputationen der Gliedmaßen können sie in der Natur nicht mehr überleben. Auch gerettete Tukans gehören zu Dauergästen dieser Auffangstation. Natürlich konnten wir auch Affen erleben, die aus der Gefangenschaft von Privatpersonen befreit wurden oder durch Blindheit von der Mutter verlassen wurden. Schildkröten können nicht wieder ausgewildert werden, da sie den natürlichen Lebensraum der wild lebenden Tiere durch Bakterien usw. gefährden können. Das Krokodil durfte auf Antrag nicht wieder ausgewildert werden, weil entscheidungstragende Menschen davon ausgehen, dass das Krokodil in Menschennähe kommt und diese angreift. Insgesamt haben wir viel über das Leben von Wildtieren in Costa Rica gelernt.

geretteter Affe
geretteter Affe

Ein besonderes Tier war ein Dodo, der verletzt aufgefunden und wieder aufgepäppelt wurde (er hatte 6 Angelhaken in seinem Körper). Er kam immer wieder zurück zu der Stelle, an der er aufgefunden wurde, da er wieder zurück in die Auffangstation wollte. Verrückte Tierwelt.

Strand in Punta Uva

Nachdem wir die drei Kilometer zurückgeradelt waren und uns etwas in unserem Zimmer gekocht hatten, machten wir uns erneut auf den Weg mit den Rädern zu einem weiter entfernten Strand. Die Fahrt war recht angenehm – trotz der unbequemen Räder.

Der Strand war sehr sauber und weitläufig, obwohl es viele Hunde gab, die einfach mal auf Handtüchern Platz nahmen oder Löcher gruben und Sand durch die Luft fliegen ließen.

Das Wasser war herrlich. Hier konnte man problemlos ins Wasser gehen, ohne mit den Wellen ankämpfen zu müssen.

Pünktlich um 17 Uhr gaben wir unsere Räder zurück und kehrten kurz in kleinere Bars ein.

Abreise aus Costa Rica

Um 11 Uhr mussten wir aus unserem Zimmer raus, weil es an dem Tag neu vermietet werden sollte. Unser Gepäck deponierten wir jedoch noch hier und tranken einen Kaffee kam Strand.

Pünktlich um 12 Uhr wurden wir von einem Mini-Van abgeholt. Der Fahrer rasselte uns schnell einen Vortrag herunter, wie es auf dieser Fahrt verlaufen sollte. Er fotografierte unsere Pässe und schon ging es los.

Grenzübergang nach Panama

Grenzübergang nach Panama
Grenzübergang nach Panama

Unser Fahrer brachte uns zur Grenze und legte unsere Pässe an der Immigrations-Station vor, wo wir acht Dollar zahlen mussten. Das Gepäck gab er einem Kofferträger, der einen Wagen dabei hatte. Er begleitete uns über die Brücke, die Costa Rica mit Panama verbindet und wies auf das Immigrations-Office von Panama. Hier wollten sie wissen, wie lange und wo wir in Panama bleiben. Außerdem mussten wir unsere Weiterflug-Dokumente vorlegen. Oliver hatte alles soweit vorbereitet, dass es problemlos weiter ging.
Wir wurden als einzige Passagiere in einen Van gesetzt und weiter ging die Reise. Der gesamte Fahrt war sehr kurvenreich und nicht so angenehm.
An einer weiteren Station wurden wir wieder abgesetzt. Hier sollten wir 2,5 Stunden auf den nächsten Bus warten. Was für ein Chaos! Hier gab es hunderte von Schulkindern in Schuluniformen, die sich auf den Heimweg machten. Außerdem gab es zwei Supermärkte, aus denen es furchtbar stank. Etwas fertiges zu essen wie belegte Brote gab es hier leider nicht.

Glücklicherweise entdeckte Oliver eine Pizzaria in etwa einem Kilometer Entfernung. Mitsamt dem Gepäck stiefelten wir dorthin. Die Zubereitung dauerte über 30 Minuten. Das Restaurant verströmte eine miese Laune durch die muffige Kellnerin.
Um 17.30 Uhr (30 Minuten früher) waren wir wieder am Busbahnhof. Hier stiegen bereits einige Passagiere in den Reisebus. Wir bekamen feste Sitzplätze, die jedoch für Oliver wenig Beinfreiheit ließen. Ein Wechsel auf größere Plätze war nicht möglich, da der Bus komplett ausgebucht war.

unsägliche Busfahrt

Der Bus hatte keine funktionierende Toilette, sodass der Fahrer viele Pausen machte. Man konnte immer ein wenig einnicken und wurde dann rabiat wieder durch Licht und laute Ansagen geweckt.
Die Busfahrt endete um 3.40 Uhr am Bahnhof von Panama-City, von wo aus wir ein Uber zu unserem Hotel nahmen. In einem riesigen Zimmer mit Kochgelegenheit konnten wir dann endlich Schlaf finden.