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Reisetagebuch

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In Kungur, Russland, brachen wir recht früh mit einem Taxi zum Bahnhof (ca. 6 km) auf. Es ist ein kleiner Bahnhof, an dem die Züge nur kurz halten. Es gab einen Wartebereich, wo es Getränke für die Fahrt, Snacks und Souveniers zu erwerben gibt.

Ein Signal ertönte und wir durften den Bahnsteig betreten, diesmal ordnungsgemäß über den Bahnübergang. Wir fragten Russen, wo wir denn unser Abteil finden könnten, doch beantworten konnte uns das keiner. Der Zug fuhr ein, wir rannten in die falsche Richtung auf dem verschneiten und glatten Bahnsteig. An Waggon 7 entdeckten wir den Fehler und machten kehrt. Da wir nur 2 Minuten zum Einsteigen hatten, sprangen wir schon in Waggon 11 in den Zug. Doch wie kommt man von hier in Waggon 16? Die Schaffnerin kontrollierte die Pässe und Tickets, zeigte sich aber verständnislos, warum wir im falschen Waggon waren.
Oliver schnappte sich meinen Koffer, den man aufgrund der Enge nicht ziehen konnte, und wir machten uns auf den Weg. Die ersten beiden Waggons waren Abteile der zweiten Klasse, wo wir noch gut durch kamen. Die große Herausforderung war die dritte Klasse. Für die kurze Strecke nach Jekaterinburg brauchten wir ja keine Privatsphäre.

Doch dann begann eine Art Geisterbahn. In der dritten Klasse kamen uns von allen Schlafenden die stinkenden Füße entgegen. Wir hatten das Gefühl, überall von Füßen attackiert zu werden. So quetschten wir uns durch vier nicht enden wollende Abteile. Endlich angekommen, bezogen wir unsere Betten. Es sind immer sechs Betten, die zusammen stehen. Wir haben wieder die beiden übereinander liegenden am Gang gewählt. Oliver schlief schnell ein, doch das Geschnarche und Gesäge um mich herum raubte mir die Möglichkeit zu schlafen. Gerädert kam ich dann dann am nächsten Zielort Jekaterinburg an. Oliver schien ausgeschlafen zu sein.

Ankunft in Jekaterinburg

Mittags um 12 Uhr kamen wir in Jekaterinburg an. Den Weg zu unserer Wohnung wollten wir zu Fuß bewältigen, was sich als Herausforderung darstellte. Nach einem kurzen Frühstück in einer Stolowaja versuchten wir die Straße zu überqueren. Doch nirgends waren Ampeln. In weiter Ferne entdeckten wir eine Unterführung. Das hieß: Gepäck runter- und wieder raufschleppen. Hätten wir das gewusst, wären wir gar nicht erst essen gegangen.
Unsere Unterkunft lag hinter dem Gasprom-Bank-Gelände, das komplett eingezäunt ist. Es gibt weder Wegweiser noch Türen, so dass wir einmal um das ganze Gebäude herumlaufen mussten.

An unserer Unterkunft angekommen, kamen wir erst auch nicht weiter, da auch dieses Gebäude komplett eingezäunt ist. Eine nette Dame zeigte uns den Weg und öffnete Türen mit einem Token. Die Wohnung von Andrej war toll. Sauber und zentral, genau richtig für eine Nacht in einer neuen Stadt.

Spaziergang durch Jekaterinburg

Der erste Weg führte uns zu der Kirche auf dem Blut. Draußen wurden Eisfiguren geschliffen und eine Rodelbahn für Kinder war aufgebaut. Im Inneren der Kirche waren wir sehr beeindruckt. Die Bilder und Wandmalereien zeigten überwiegend Götzen der Romanows.

In einem Café, das wir durch Zufall entdeckten, gab es leckeren Kaffee mit käsekuchenähnlichem Gebäck. Als Beilage gab es einmal saure Sahne und einmal Vanillesauce. Köstlich!

Weiter ging es zum Sevanstyansnows Haus, wo Putin absteigt, wenn er denn hier ist.

Das Hochhaus Vysotsky sieht man schon von Weitem. Eine Fahrt in den 52. Stock kostet etwa 5 €, incl. eines Besuchs eines Museums. Oben konnte man die ganze Stadt bis in den Ural hinein überblicken, was in der Dunkelheit atemberaubend war.

Die Einkaufsstraße „Vaynera Street“ hat viele kleinere, auch internationale, Geschäfte. In einem Laden mit Elektrokleinkram erstand Oliver eine neue Power-Bank. Während ich auf ihn wartete, kam eine Frau in meinem Alter ins Geschäft, die sich der Länge nach hinlegte. Sie sah sehr mitgenommen aus. Das zeigt, dass auch die Einheimischen Probleme mit der Glätte haben. Wieder einmal war ich froh, meine Spikes gekauft zu haben.

Den Abend ließen wir in einem russischen Restaurant ausklingen, das wir wegen des Namen ausgewählt hatten: Moi Drug Olive. Nach der Beschreibung sollte es ein italienisches Restaurant sein, doch wir entdeckten hier eher Fusion-Küche.

Nach Hause fuhren wir mit der Metro, die nur aus wenigen Stationen besteht.

Angekommen sind wir nun in Kungur, Russland, und wollen natürlich die berühmte Eishöhle besichtigen.

Orientierung in Kungur

Unser Kühlschrank war gähnend leer und auch Getränke hatten wir keine. Deshalb suchten wir eine „Stolowaja“ auf und frühstückten. Diesmal haben wir nicht so leckere Speisen erwischt, dafür war der Cappuccino super.


Den Bus zur Eishöhle sollten wir doch schnell finden. Olivers Sprachkenntnisse reichten, um nach dem Weg zu fragen. An der Haltestelle half uns tatsächlich jemand auf einem Gemisch aus Russisch und Englisch und nannte die Preise für die Busfahrt und den Eintritt in die Eishöhle. Es fielen sogar ein paar deutsche Wortfetzen.Die Busfahrt war sicher. An der Endhaltestelle sahen wir schon von Weitem das Hotel Stalagmit, das direkt neben der Eishöhle liegt.

Eishöhle in Kungur

Für die Tickets mussten wir etwa 30 Minuten anstehen. Natürlich sprach auch an der Kasse wieder keiner Englisch, so dass Wortfetzen und Hände und Füße reichen mussten. Für 14 Uhr hatten wir dann Tickets für eine Besichtigung, die knapp 1,5 Stunden dauern sollte. Bis dahin vertrieben wir uns die Zeit bei den lustigen Holzfiguren und im Café.


Als Gruppe wurden wir um 14 Uhr eingelassen. Schnell zeigten sich beeindruckende Bilder. Eislandschaften und Skulpturen, die angeleuchtet wurden.

Anfangs war es recht kalt und alles war vereist. Ab der Hälfte der Höhle fanden sich jedoch Seen und es war zunehmend wärmer. Die Wege waren gut passierbar, oft musste man sich jedoch ducken.

Kungur am Abend

Mit dem Taxi fuhren wir dann zurück zu unserer Unterkunft. Wir wollten die Taxi-App (Y Taxi, das russische Uber) testen, da wir am folgenden Tag recht früh am Bahnhof sein müssen. Alles klappte wunderbar.

Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön!

Der Zug rollte immer noch die Strecke zwischen Moskau und Kungur entlang. Viel berichten gibt es dazu nicht. Ich verbrachte die Zeit mit Lesen und dem Verfassen von Artikeln für den Blog. Oliver schlief, schaute aus dem Fenster oder versuchte die Fragen der Schaffnerin zu beantworten. Sie war nämlich sehr an einem Gespräch interessiert, das sich als etwas schwerfällig, aber lustig herausstellte.
Insgesamt fuhren zwei Schaffnerinnen (russ.: проводница / Provodniza) in unserem Abteil mit: eine hatte Dienst, die zweite war zur Ablösung da. Die Damen waren nicht nur für die Tickets zuständig, sondern bereiten auch kleine Fertigsuppen zu, verkauften Snack und putzen die Gänge und Abteile, nachdem die Passagiere diese verlassen hatten. Aber sie sorgten auch für Ordnung. Wir mussten unsere Betten selbst beziehen und am Ende der Fahrt alles abziehen und ordentlich zusammenlegen. Wir hatten zum Glück sehr nette Schaffnerinnen erwischt.

Speisen und Getränke während der Fahrt

Da wir schon eine relativ kurze Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn hinter uns hatten (9 Stunden), wussten wir, womit wir uns eindecken mussten. Wir hatten Trinkwasser, Ramen Nudelsnacks und Teebeutel dabei. Einen Samowar hat jedes Abteil der Transsibirischen Eisenbahn, aber leider gab es wieder keinen Speisewagen, obwohl die gesamte Fahrt über mehrere Tage geht. Wir hatten ja „nur“ 23 Stunden, die wir im Zug verbringen sollten.

Die coolen Teegläser mit Metallumfassung gibt es leihweise bei der Providniza, wenn man lieb bittet

Ankunft in Kungur

An den größeren Stationen hielt der Zug etwa 15-30 Minuten, so dass der Ausstieg recht unproblematisch war. In Kungur hingegen waren nur zwei Minuten vorgesehen. Also alle Sachen raus, den Schaffnerinnen und den Mitreisenden „tschüss“ gesagt und unseren Host suchen, der uns netterweise um 23.30 Uhr mit dem Auto vom Bahnhof abholte. Das klappte alles recht unkompliziert. Komisch fand ich nur, dass wir mit unseren Sachen zu Fuß über die eingeschneiten Gleise mussten. Ich hörte schon einen Zug pfeifen, doch es war unserer, der wieder losfuhr.
Unsere Unterkunft war nicht das, was wir gewohnt sind. Etwas perplex nahmen wir die Schlüssel entgegen und akzeptierten, dass auch solche Unterkünfte zu unserer Reise gehören. Das einzig Positive war die Waschmaschine. Schnell wuschen wir erneut eine Ladung 40-Grad-Wäsche und schliefen dann auf dem Schlafsofa ein.

Heute sollten wir Moskau verlassen und abends mit der transsibirischen Eisenbahn nach Kungur aufbrechen. Doch zuvor wollten wir noch etwas von der Stadt sehen, unter anderem den Izmailovo Trödelmarkt.

Um 12 Uhr mussten wir unser Zimmer räumen, doch die nette Rezeptionistin, die uns auch am Anreisetag begrüßt hatte, ermöglichte uns, das Gepäck unterzustellen. Die teure Gepäckabgabe (250 Rubel pro Gepäckstück), die wir tags zuvor am Bahnhof begutachtet hatten, blieb uns somit erspart. 

Ohne Gepäck fuhren wir dann also zu unserem letzten Ziel in Moskau. Es gibt noch viel mehr zu sehen, aber man muss ja eine Auswahl treffen.

Izmailovsky Market

Izmailovsky Market: Das ist ein Markt, den viele Reiseführer empfehlen. Die Anreise gestaltete sich jedoch etwas schwierig. Von der Metro aus vertrauten wir Tripadvisor und marschierten los. Irgendwie kamen wir nicht zu dem gewünschten Ziel. Also blieb uns nichts anderes übrig, Einheimische anzusprechen. Ich zeigte auf den Namen und auf ein Bild des Marktes und die Dame zeigte in die entsprechende Richtung. Nach 3 km Umweg sahen wir dann eine Nachbildung des Kremls und diverse andere Gebäude wie z.B. eine Windmühle.
Der Markt selber zeigte das, was wir bereits in Souvenier-Läden gesehen hatten: Matroschkas in allen Variationen (Michael Schumacher als Matroschka-Figur), die Uschankas, Handschuhe, Schals etc. Wir hatten jetzt aber Hunger und Kaffeedurst und suchten etwas zum Einkehren. Das einzige Restaurant, das auf dem Gelände geöffnet hatte, war eine Küche aus chinesichen, vegetarischen und indischen Speisen. Alles war gut und der Hot Cappucino von Oliver wurde sogar am Tisch flambiert. Hierfür wurde der Cappucino mit Zucker bestreut und mit einem Bunsenbrenner karamelisiert.

Vor Ort gab es diverse Lebensmittelgeschäfte, doch wir wollten erst kurz vor der Abfahrt für die Zugfahrt einkaufen gehen. 

Abfahrt von Moskau

Um kurz vor 17 Uhr holten wir unser Gepäck aus dem Hotel und bedankten uns bei der Hotel-Rezeptionistin mit deutscher Schokolade, die es hier auch an jeder Ecke zu kaufen gibt. Im nebenliegenden Supermarkt deckten wir uns mit Kleinigkeiten für unterwegs ein. Unser 3-Tages-Metro-Ticket war gerade abgelaufen, so dass noch ein Einzelticket zum Bahnhof kaufen mussten. Dort verbrachten wir dann den Abend bis zur Abfahrt des Zuges in einem kleinen Bahnhofs-Restaurant, dass russisches Essen anbot.

Diesmal hatten wir Plätze im 4er-Abteil in der 2. Klasse gebucht und zwei obere Betten reserviert. Wir bekamen alles gut verstaut und waren erstmal froh, das Abteil für uns alleine zu haben. In Wladimir allerdings schon stieg dann eine Mutter mit ihrer etwa 10jährigen Tochter zu, die noch bis 2 Uhr nachts mit dem Beziehen der Betten und dem Verspeisen von Köstlichkeiten beschäftigt waren. Oliver schlief recht schnell ein. Ich schaute noch lange aus dem Fenster und sah vielen schneebedeckten Landschaften.  

An diesem Tag wollten wir uns die Metro-Stationen der Stadt Moskau, Russland, anschauen.

Metro-Stationen in Moskau

Moskau ist schon oberirdisch sehr imposant und besuchenswert, aber das Metro-System ist nochmal ein Erlebnis für sich (hierzu wird es noch einen separaten Artikel geben). Wir hatten schon mehrere Stationen im Vorbeifahren oder beim Umsteigen gesehen, doch jetzt wollten wir genau wissen, wo wir sind. 

Abfahrtsbahnhöfe für den Fernverkehr / Schließfächer

An der ersten Station brauchten wir noch eine Orientierung, von wo wir am nächsten Tag abfahren wollten. Die Bahnhöfe Jaroslawski, Kasanski und Leningradsky liegen alle neben der U-Bahn-Station Komsomolskaja. Zu unserem nächsten Ziel Kungur sollte der Zug (Transsibirische Eisenbahn) vom Bahnhof  Jaroslawski starten. In diesen kamen wir nur, indem wir eine Kontrolle passierten. Alles wie am Flughafen.
Auf dem Weg zurück zur Metro entdeckten wir per Zufall Schließfächer, die in einem dunklen, einsamen unterirdischen Gang waren. Man kann ein Gepäckstück für 24 Stunden für 350 Rubel (ca. 5€) dort einschließen. Gut zu wissen, falls wir für den Folgetag keine andere Möglichkeit finden.

Georgisches Essen

An der zweiten Station (Mira Prospekt) mussten wir jedoch erst etwas essen. Durch Zufall fanden ein georgisches Restaurant Natakhtari Cafe. Ich bestellte wieder das mit Käse gefüllte Brot (Chatschapuri), welches mit einem Ei bedeckt wird. Für Oliver gab Lobiani mit Fleisch und diversen Kräutern gefüllt. Das kann man nur empfehlen.

Im Restaurant recherchierten wir mehrere Online-Artikel zu den schönsten Metro.Stationen und legten zu unsere Route fest:

  1. Komsomolskaya
  2. Prospekt Mira
  3. Novoslobodskaya
  4. Belorusskaya
  5. Kievskaya
  6. Park Pobedy (Siegespark)
  7. Theater
  8. Ploshchad Revolyutsii (Bronze-Statuen, viel Andrang)
  9. Maykovskaya

Die letzte Station sollte eine der schönsten Stationen in Moskau sein, dabei fanden wir Ploshchad Revolyutsii viel beeindruckender. Es war schon recht spät, als wir an der Maykovskaya (0 Uhr) ankamen und wir hatten wieder Hunger. Das einzige, was wir auf die Schnelle fanden, war ein tchechisches Restaurant, wo wir Burger und Gulasch bestellten. Alles wurde sehr knapp, da die Bahnen nicht die ganze Nacht durch fahren. Trotzdem schafften wir es schnell und sicher nach Hause.

Silvester 2019/2020: 

Wir begrüßen das Jahr frisch und ausgeschlafen in unserem Hotel-Zimmer in Moskau, Russland. Was sollen wir mit dem Tag anfangen? Laut unseren Informationen hat vieles geschlossen. Aber: Der Waschsalon hat auf (zumindest kommt man rein – auch wenn alles dunkel und niemand da ist)!

Waschsalon in Moskau

Waschsalon in Moskau
Waschsalon in Moskau

Also machten wir uns mit der 40-Grad-Wäsche, die trocknergeeignet war, auf in einen Stadtteil, an dem wir noch nicht waren. Der Waschsalon war, genauso wie bereits unser Hotel, sehr schwer zu finden. Er war in einem Hinterhaus, in dem ein Kiosk versteckt war. Nichtmals der Kiosk-Betreiber wusste von dem Waschsalon. Doch ein Schild wies in Richtung des unbeleuchteten Kellers. Mutig gingen wir die verdunkelte und mit Rolladen verschlossene Ladenpassage entlang, an der immer wieder unterschiedlich große Stufen zu merken waren. Am Ende des dunklen Ganges entdeckten wir dann Waschmaschinen und Trockner, die wir mit dem Handy beleuchteten. Zum Glück fand Oliver einen Lichtschalter und alles klärte sich. Es gab einen Automaten, der Geld in Token verwandelte, die sowohl für das Waschmittel als auch für Waschmaschine und Trockner genutzt werden konnten. Insgesamt hat uns der Spaß zwei Stunden Aufenthalt und 400 Rubel (ungefähr 6 €) gekostet. Durch ein Industrie-Gebiet stiefelten wir etwa eine halbe Stunde zu einer Metro-Haltestelle, wo die Linie 7, die zu uns fuhr, auch hielt.

Central Market

Nach einer kurzen Pause im Hotel beschlossen wir, den Central Market aufzusuchen. Hier gab es Restaurants aus mehreren Ländern, doch wir entschieden uns für russische Pellmini. Wir legen Wert darauf, traditionelles Essen der Einheimischen zu essen, genießen aber auch Köstlichkeiten aus Ländern der näheren Umgebung.

Old School Pub

Den Abend ließen wir im Old School Pub ausklingen. Auch hier galt es wieder an die Türstehern zur Garderobe zu gehen. Anders als erwartet, fanden wir eher jüngeres Publikum vor, das zu Musik tanzte, die bei uns in den 1980ern lief. 

Moskau: Old School Pub
Moskau: Old School Pub

Für die, die nicht dem kyrillischen mächtig sind (v.l.n.r.)

Rum Cola (Rom-Kola), Whisky-Cola (Viski-Kola), Gin-Tonik (Djin-Tonik), Long-Island-Ice-Tea (Long-Ailend-Ais-Ti), Jägermeister (Jogjormejstjer), Bier (Piwo). Achtung: Zwei Bier Geste führ zu einem Jägermister!!!

Heute ist der letzte Tag im Jahr 2019 und wir wachen nach einer Nacht im Hotel gegen 11 Uhr auf. Schnell planen wir den Tag und beschließen, erstmal den Roten Platz bei Tage zu besuchen, da wir ja Silvester dort feiern wollen.

Metrofahren in Moskau

Die Metro erschien uns auf den ersten Blick etwas weniger spektakulär als in St. Petersburg, was sich aber an anderen Stationen noch ändern sollte. Denn auch in Moskau sind viele Haltestellen pompös gestaltet, als wäre man in einem Museum. Auch hier muss man weniger als eine Minute auf die Bahn warten.
Das Gedränge an der Station Kurznetzky Most hielt sich in Grenzen. Ich hatte an dem Tag mehr Besucher erwartet. Diese zeigten sich aber um den Kreml und den Roten Platz. Hier gab es Eingangskontrollen wie am Flughafen. Ich ärgerte mich, dass ich einen Rucksack dabei hatte, aber die Spikes wollte ich unbedingt einpacken.

Sehenswürdigkeiten rund um den Kreml

Um den Roten Platz herum gibt es die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir sahen die Kasaner Kathedrale, das Lenin-Mausoleum, die Basilius-Kathedrale, das Warenhaus Gum sowie das Kaufhaus Gostiny Dwor, das wir auch schon aus St. Petersburg kennen, welches aber geschlossen hatte.
Wir bestaunten die Attraktionen und machten die Wege für die kommende Silvesternacht aus. Auf einer belebten Einkaufsstraße kauften wir Leckereien für unser Silvester-Essen, das wir in unserem Hotelzimmer einnehmen wollten.
Im Hotelzimmer bereiteten wir ein leckeres Mal aus diversen russischen Spezialitäten zu (kalte Speisen) und machten uns fertig für die Feierlichkeiten in der Nacht. Im Internet hatten wir gelesen, dass man sich eine Thermoskanne mitnehmen und sich sehr warm anziehen soll. Wir planten jedoch nur so weit an den Roten Platz heranzugehen, solange es sicher ist.

Silvester am Roten Platz

Kirche Moskau
Kirche Moskau

Die Bahnen waren schon voller als tagsüber. An der Basilius-Kathedrale war alles gesperrt und sicher bewacht. Der Menschenstrom bewegte sich in Richtung des Flusses Moskwa und dann in Richtung des Roten Platzes. Wir landeten schließlich auf der Ulitsa llinka, um das neue Jahr zu begrüßen. Um uns herum standen viele Russen, aber auch Touristen teilweise mit Sektflaschen. Gebannt warten wir auf Mitternacht. Um 0 Uhr passierte gar nichts? Sehr merkwürdig. Doch dann gaben sich die Liebsten ein Küsschen und machten sich auf den Heimweg. Es war ein sehr komisches Gefühl, an so einem großen bedeutenden Platz zu stehen und so wenig spektakulär das neue Jahr zu begrüßen.

Roter Platz Ded Moroz
Roter Platz Ded Moroz

Wir machten uns dann auch auf den Weg zurück zum Hotel. Das Tolle war, dass jetzt alle Metro-Stationen offen waren und kein Ticket benötigte. Sehr gut durchdacht, denn sonst wäre es im Chaos geendet. Wir verfuhren uns ein wenig, da an den Haltestellen nicht immer ersichtlich war, wo wir gerade sind. Gegen 1 Uhr waren wir dann wieder an unserer Haltestelle Ulitsa 1905 goda, wo unser Hotel war. Olli verschwand kurz und kam mit einer roten Rose zurück (freu). In Russland haben die Blumenläden auch nachts geöffnet. Im Hintergrund ging an verschiedenen Stellen das Feuerwerk los. Happy New Year!

Silvester Rose
Silvester Rose

Russische Weihnacht

Zwischen den Sehenswürdigkeiten war ein Weihnachtmarkt aufgebaut. In Russland wird ja erst am 7. Januar Weihnachten gefeiert. Viel wichtiger sind hier Väterchen Frost und Snjegurotschka, die den russischen Kindern Geschenke bringen

Der Wecker schellte wieder viel zu früh, denn wir waren beide noch müde. Heute sollte es mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau gehen.
Flink war alles gepackt und aufgeräumt. Pünktlich um 10 Uhr stand unsere Vermieterin vor unserer Tür und verabschiedete sich sehr herzlich und überschwänglich von uns. 

Morgendlicher Berufsverkehr

Es war deutlich wärmer als am Vortag, jedoch hatte es nachts geschneit. Der Schnee war durch den nachfolgenden Regen schon fast verschwunden. Zur Metro waren es etwa 1,5 km Fußweg. Schwieriger war es jedoch, mit dem gesamten Gepäck auf die schnellen Rolltreppen zu kommen. Auch das meisterten wir wie Profis. Während des Berufsverkehrs sind noch mehr Menschen als sonst unterwegs und alle Rolltreppen sind in Betrieb. Sonst geht immer nur eine rauf und eine runter, die dritte wird an den Handläufen von zwei Personen, die unten mit einem Lappen stehen, gereinigt.
Die Menschen in der Metro sahen sehr müde aus. Egal, wo ich hinschaute, saßen oder standen Menschen mit geschlossenen Augen.

Kurz vor der Abfahrt nach Moskau

Da alles so reibungslos geklappt hat, waren wir viel zu früh am Bahnhof und hatten noch über eine Stunde Zeit. In einem Café mitten im Trubel waren und viele Plätze frei, so dass wir gemütlich frühstücken konnten. Nebenan kaufte ich ein wenig Proviant für die 10-stündige Zugfahrt.
Um 11.30 Uhr wurden wir durch eine neue Schleuse gelassen, um zu unserem Zug zu kommen. Leider standen wir nicht auf der Passagierliste und die Schaffnerin sprach wieder nur Russisch. Das Online-Ticket halft uns auch nicht weiter. Erst als Oliver die ausgedruckten Tickets herauskramte, klappte alles wie am Schnürchen. 

Zugfahrt nach Moskau

Der Zug machte auf uns einen merkwürdigen Eindruck, da die oberen Betten noch herunter geklappt waren. Wir bekamen zwei gegenüber liegende Einzelplätze. Es stellte sich heraus, dass man, obwohl es eine Tagesfahrt war, Liegeplätze bekam. Die Einzelplätze bauten wir zu einem Bett zusammen und bezogen dann die Matratzen. Oliver nahm das obere Bett, obwohl sowohl das untere als auch das oberere Bett nicht lang genug für ihn waren. In jedem Waggon steht ein Samowar, aus dem man sich heißes Wasser zapfen kann. Außerdem verkauft die Schaffnerin kleine Snacks wie Schokoriegel und Ramen Nudeln zum Aufgießen. Einen Speisewagen hatte der Zug nicht.
Faszinierend war, dass sich die meisten Mitreisenden ihre Schlafsachen anzogen und viele sofort schliefen. Tagsüber um 12 Uhr?
Naja, es stellte sich auch für uns als sehr nützlich dar, weil wir ja in der Nacht nicht so viel geschlafen hatten.

Eine Katastrophe hingegen war die Toilette. Oliver merkte hierzu an, dass wir einfach zu verwöhnt sind und die Toiletten in der Deutschen Bahn in den 1980er Jahren auch nicht besser war. Ich kann mich noch schwach daran erinnern.

Ankunft in Moskau

Wir kamen recht pünktlich in Moskau an. Von dort mussten wir nur schnell Tickets ziehen und dann eine halbe Stunde zu unserem Quartier fahren. Diesmal hatten wir ein Hotel ausgewählt, das hauptsächlich von Russen genutzt wird. Durch die Reviews eines Buchungsportals (booking.com) wussten wir, dass der Eingang etwas schwer zu finden war und das Hotel in der 4. Etage eines Bürokomplexes liegt.
Wir wurden wieder sehr herzlich empfangen. Das Zimmer war nichts Besonderes, aber groß, sauber und mit bequemen Betten. Den Balkon konnten wir nicht nutzen, da es an einer Hauptstraße liegt.
Der Hunger trieb uns in ein Restaurant um die Ecke. Anders als in St. Peterburg war hier nicht an jeder Ecke ein Dixy, das 24 Stunden geöffnet hat. Das „16 Тонн“ (deutsch: 16 Tonnen) ist eine Art Brauhaus mit der russischen Besonderheit, dass man vorher seine Garderobe abgeben muss. Es war sehr gemütlich dort.


Peter und Paul Festung

Peter und Paul Kathedrale, St. Petersburg
Peter und Paul Kathedrale, St. Petersburg

Haben wir schon wieder alles von St. Petersburg gesehen? Wohl kaum. Heute stand die Besichtigung der Festung von Peter und Paul auf dem Programm. Zu Fuß marschierten wir wieder über die Brücke und schafften die gut zwei Kilometer. Es war deutlich kühler, so dass wir erstmal ein Kaffee aufsuchen wollten. Doch an der Festung gab es viel mehr Räumlichkeiten, die man besichtigen konnte. Selbst für die Aussichtsplattform wollte man 5€ pro Erwachsenen haben. Die war wahrlich nicht hoch, weshalb wir uns mit der Aussicht von der Insel vom Boden aus begnügten. Es gab viele Figuren, die Personen aus den letzten Jahrhunderten darstellten, welche uns in irgendwelche Ausstellungen locken wollten. Doch uns reichte immer ein kurzer Blick hinein. Die Peter und Paul Kathedrale war schon sehr pompös. Nicht nur die Kuppel, sondern auch von innen erstrahlte alles golden. 

Peter und Paul Festung, Stephi in Ketten
Peter und Paul Festung, Stephi in Ketten

In einem Souvenier-Shop erstand ich endlich Matroschkas-Ohrringe. Die Verkäuferin verstand sehr gut Deutsch, weshalb sie das Gespräch zwischen Oliver und mir verstand und mir meinen Wunsch erfüllte. Jetzt habe ich lila Matroschkas an den Ohren hängen, die nur 100 Rubel gekostet haben (ca. 1,50€).

Auf dem Gelände war ein gemütliches Café. Alle Wände waren mit alten Tapeten ausgestattet und verschnörkelt. Das Personal war jedoch nicht so freundlich. Das ist eben eine Touristenhochburg. Da im Winter jedoch nicht so viel los war, hatte ich endlich Zeit, den Blog weiterzuschreiben. Durch die langen Abende in der Großstadt kommt man kaum noch zum Schreiben. So saßen wir knapp zwei Stunden in dem Café. 

Begegnungen bei der Post

Weiter ging es zu dem großen Kaufhaus, das wir am Vortag schon besucht hatten. Dort kauften wir ein Geschenk für unsere große Nichte, die im Januar Geburtstag hat. Was es ist, wird hier natürlich nicht verraten.

Das Geschenk muss ja rechtzeitig in Deutschland sein und hier in Russland stehen viele Feiertage an, also ab zu Hauptpost, die einen 24-Stunden-Service hat.

Sie ist ähnlich aufgebaut wie Poststellen in Deutschland, man muss hier jedoch eine Nummer ziehen. Natürlich konnte die Mitarbeiterin der Post weder Englisch noch Deutsch noch Italienisch, weshalb sich eine Frau, die vor uns dran war, einmischte und uns half. Wie der Zufall es wollte, war sie gerade dabei, ein Paket nach Deutschland – und ausgerechnet nach Düsseldorf – zu schicken. Wir bekamen also unseren Karton und hoffen nun, dass die russische Post zuverlässig ist. Ich werde hier berichten.

Bahnhof in St. Petersburg, Tickets für Fernzüge

Am nächsten Tag wollten wir den 12-Uhr-Zug nach Moskau nehmen. Wir waren uns nicht sicher, ob mobile Tickets akzeptiert werden. Deshalb passierten wir die Sicherheitskontrollen incl. Durchleuchten meines Rucksacks und suchten jemanden, der uns helfen konnte. Mittlerweile hatten wir 21.45 Uhr und seit 15 Minuten war kein Schalter mehr besetzt. Den Self-Service-Drucker konnten wir nicht bedienen, da uns der Pin-Code fehlte. Also fragte Oliver drei Sicherheits-Personen, wo man Tickets ausdrucken kann. Alle signalisierten sofort, dass sie nur Russisch sprechen und wandten sich uns ab. Als Oliver jedoch mit seinen Russisch-Kenntnissen um die Ecke kam, reagierten sie perplex und einer sagte immer nur: “da vorne!” Ok, das wird wohl zu finden sein. Tatsächlich gab es noch einen Bereich in der Nähe der Fernfahrtzüge mit einem offenen Schalter, wo uns auch sofort geholfen wurde. Wir konnten jedoch selbstständig an einem Drucker alle Daten (Reservierungsnummer und Pass-Nummer) eingeben und hielten kurz darauf unsere Tickets in der Hand.

Feuer-Alarm?

Zu Hause bereiteten wir uns noch leckere Snacks in der Mikrowelle zu. Irgendwie waren wir jedoch zu müde, so dass wir erst zu spät die Rauchschwaden bemerkten. Ob jetzt der Rauchmelder ausgelöst wird? Schnell rissen wir die Fenster auf und erzeugten so Durchzug. Mit Buch und Handtuch wedelte Oliver die Rauchwolken weg. Ein Tipp aus dem Internet sagte, dass man eine Zitrone in Scheiben schneiden und kochen muss. Jetzt weiß ich auch, wofür ich die Zitrone aus Düsseldorf mitgeschleppt habe (lach). Um 1 Uhr war der Schaden behoben und wir schliefen völlig übermüdet ein.


St. Petersburg ist kalt. Obwohl wir in etwa die gleiche Temperatur wie in Oulu haben, nämlich 1 Grad über 0, erscheint es uns viel kälter. Dick eingepackt kann man es aber gut ertragen. 

Essen im russischen Restaurant Gogol

Für heute hatten wir im Restaurant Gogol einen Tisch reserviert. Tags zuvor wollten wir hungrig dort einkehren, hätten aber zwei Stunden warten müssen. 

Essen im Gogol, St. Petersburg
Essen im Gogol, St. Petersburg

Wir sind mittlerweile zwei Stunden weiter als in Deutschland, weshalb wir immer etwas länger schlafen. Daher verspäteten wir uns etwas und waren erst um zwei Uhr dort. Wir bekamen einen eigenen Tisch in einer Art Wohnzimmer. Uns wurden drei Stunden für den Aufenthalt empfohlen, doch so lange zu essen ist nicht unser Ding, wir wollen ja auch etwas von der Stadt sehen. Insgesamt war das Essen sehr köstlich. Auf unserem Tisch stand ein Glöckchen, mit dem wir die Kellner herbeten konnten. Die Garderobe der Kellner und Kellnerinnen war dem Interieur angepasst. Die Damen trugen Blusen mit Rüschenärmeln und Schleifen. Alles war in braun gehalten.

Für mich gab es als Vorspeise Hühnchen-Leberpastete mit Toast und Marmelade. Als zweite Vorspeise gönnte ich mir eine halbe Aubergine mit Zucchini. Das Hauptgericht war natürlich Boeauf Stroganow. 

Oliver hatte russische Pilze in Milch, Borscht und Wildbret.
Insgesamt haben uns die Leberpastete (sogar Oliver genoss diese), der Borscht und das Wildbret am besten geschmeckt. 

Während des Essens tranken wir Kwas, ein Bier, das aus Brot gewonnen wird. Sicher gewöhnungsbedürftig, aber wir probieren ja alles.

Ein Dessert passte nicht mehr, obwohl die Portionen angemessen und nicht so groß waren. Natürlich gehört zu einem russischen Essen ein Wodka hinterher. Oliver bekam einen Meerettich-Wodka. Unglaublich, was die Russen alles mixen. Er schmeckte sehr intensiv und scharf. Mir wurde einer mit Beeren empfohlen. So ein typisches Mädchen-Getränk.

Newsky Prospekt

Das ist ein Stadtteil, in dem viele der Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Neben der Isaaks-Kathedrale, deren Kuppel wir am Vortag bestiegen hatten, gibt es dort eine Promenade und diverse Geschäfte. Außerdem spazierten wir am Stroganow Palais und am Kasanplatz vorbei. Alles war toll illuminiert. Laut ertönten Songs von Modern Talking, die hier sehr angesagt sind.

Im Gostiny Dwor-Kaufhaus, das ein riesiger Komplex mit kleinen Geschäften ist, wärmten wir uns etwas auf. Hier gibt es neben angesagten Labels auch hochpreisige Geschäfte sowie Souvenier-Läden. Überall glänzt und glitzert es. Überall wurden Fabergé-Eier in allen Preisklassen geboten.. 

Nach dem Kaufhaus schlenderten wir über eine Straße mit diversen Kaffee- und Musik-Läden. Durch eine Querstraße erreichten wir einen Trödelmarkt, auf dem neben Russisch diverse andere komische Sprachen gesprochen wurden. 

Ausgewählte Kneipen in St. Petersburg

Abends beschlossen wir, erneut irgendwo einzukehren. Wir gingen zunächst in die Jungle-Bar am Newski Prospek, die leckeren Kaffee und kuriose Getränke anbot. So bestellte ich mit dem “Transsib-Express”: frische Orange, Ingwer und diverse Gewürze. Das schmeckte nach Russland im Winter.

Wir zogen weiter und fanden eine Kneipe aus sowjetischen Zeiten (SPB). Hier sprach kaum jemand Englisch und die Karte war auf Russisch. Da konnten wir endlich mal unsere Sprachkenntnisse hervorkramen. Ich ließ mir wieder eine Spezialität aus Russland bringen, es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Bier aus Belgien handelte. Olli hatte dafür ein russisches Lager-Bier. Die Kneipe war etwas spartanisch und jeder saß in seiner eigenen Ecke, so dass wir keinen Kontakt zu Einheimischen bekamen.
Um noch einmal in die russische Kneipenszene einzutauchen, wechselten wir die Lokalität und suchten das все твои друзья auf. Hier gab es diverse russische Biere vom Fass, viele Menschen in unserem Alter. Die Musik und die Stimmung waren gut. Uns sprach ein Russe auf Deutsch an und erklärte, dass er gerne nach Deutschland kommen würde, um dort als Chirurg zu praktizieren. 

Metro-Fahren in St. Petersburg

Es ist ein kleines Abenteuer, in St. Peterburg mit der Metro zu fahren. Man kann Mehrfachkarten (wiederaufladbare Plastikkarten) oder Token kaufen. Mit einem Token kann man solange fahren, wie man möchte. Das ist für uns die einfachste Möglichkeit, da ein Token auch nur ca 60 Cent kostet.
Die Rolltreppen sind sehr schnell und fahren sehr lang und tief nach unten. Die Bahnen sind gut getaktet, so dass man immer nur 1-2 Minuten warten muss. Was allerdings erwähnenswert ist, sind die Wege, die man unter der Erde zu Fuß zurücklegen muss. Manchmal hat man das Gefühl, zu Fuß schneller zu sein, als die Metro zu nehmen. Aber es ist warm und die Metrostationen sind kleine Museen.