Category

USA

Category

Von San Francisco geht es weiter nach Los Angeles, wo wir einerseits einen tollen Strandtag in Santa Monica verbringen und andererseits viel Kultur erleben dürfen.

Zugfahrt von San Francisco nach Los Angeles

Fahrt nach San Diego
Fahrt nach San Diego

Früh morgens klingelt der Wecker um kurz vor 7 Uhr, wir verlassen unser schönes Hotel “King George” und laufen zur Metro-Station, an der wir ein paar Tage zuvor angekommen sind. Die Fahrt führt zum Bahnhof nach Emeryville, wo wir den Zug nach Los Angeles besteigen. Obwohl es sich um eine Tagesfahrt handelt, hat Oliver wieder an der Lotterie für eine Roomette teilgenommen, da es doch besser ist, einen Ort zu haben, an den man sich zurückziehen kann. Außerdem sind in dem Preis einer Roomette drei Mahlzeiten enthalten. Direkt nach Besteigen der Bahn wurden wir in den Speisewagen gelotst, wo wir Porridge und Quesadillas bestellen. 

Die Buchung der Roomette hat sich wieder einmal gelohnt. Es ist sehr entspannend, sich zwischendurch einfach mal hinzulegen und einen Power-Nap zu halten. Die Fahrt führte teilweise am Meer entlang, so dass wir von unserem “Zimmer” aus immer eine gute Aussicht hatten.

Speisewagen auf dem Weg nach Los Angeles
Speisewagen auf dem Weg nach Los Angeles

Ankunft in Los Angeles

Gegen Abend erreichten wir Los Angeles. Der Fußweg zu unserem Hotel war nicht sehr angenehm, obwohl er nur 0,8 Meilen lang war. Er führte durch unbeleuchtete Tunnel, vorbei an Zeltsiedlungen, in denen Obdachlose wohnen. Schon hier wurde deutlich, dass LA ein großes Drogenproblem hat.

Unterkunft in Los Angeles in Chinatown

Hotel in Chinatown
Hotel in Chinatown
Ankunft in Los Angeles
Ankunft in Los Angeles

Etwas Bezahlbares, das unserem Reisebudget entspricht, war in Los Angeles schwierig. Trotzdem haben wir in Chinatown ein recht angenehmes Zimmer in einem Motel im Stil einer alten Pagode gefunden. Zu den Annehmlichkeiten zählten zwei große Betten, eine tolle Dusche und ein Trinkwasser-Spender. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass das Hotel für unsere Touren sehr gut gelegen ist und gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Lediglich die Klimaanlage machte einen Riesenkrach, war aber sehr nützlich.

Gegenüber kehrten wir nach unserem Einchecken in eine kleine Bar ein, die viel zu teueren Wein aus Europa anbot und von sehr jungen, hippen Amerikanern besucht wurde – also nicht ganz unser Ding. Nach zwei kleinen Bierchen verzogen wir uns in die Betten.

Ausflug nach Santa Monica

Santa Monica
Santa Monica

Von Los Angeles aus hat man viele Ausflugsziele, doch liegen sie teilweise recht weit auseinander. Nach ganz viel Kultur und Stadt in San Francisco wollten wir nun endlich wieder an den Strand (2. Strandtag auf unserer Reise). Unser Ziel erreichten wir nach einer einstündigen Fahrt mit der Metro. Wieder erwartete uns eine Strandlandschaft wie in Blackpool (England): viele Buden auf den Stegen, Kirmesgeschäfte und Souvenirläden.

Santa Monica Beach
Santa Monica Beach

Nach Frühstücks-Quesadillas gönnten wir uns einen Kaffee und genossen das Treiben. Schnell zog es uns jedoch runter an den Strand, an dem ganz klar ein Badeverbot ausgesprochen war, was die meisten aber nicht störte. Wir spazierten ein ganzes Stück weiter in Richtung Venice Beach (wo komischerweise viele Baywatch Szenen gedreht wurde) und schlugen dort unser Lager auf. Nacheinander sprangen wir kurz in das erfrischende Nass, das man hier wieder betreten durfte.

Venice Beach

Jim Morrison am Venice Beach
Jim Morrison am Venice Beach

Am Venice Beach nutzen wir die öffentlichen Toiletten, um uns wieder stadttauglich zu kleiden. Die Promenade wurde von vielen kleinen Kunsthandwerkern bevölkert, die Armbänder oder Gemälde feilboten. Auch Wahrsager und Verkäufer von bewusstseinserweiternden Pilzen gab es zuhauf. Von einer Wand lächelte uns Jim Morrison an. 

Durch Klein-Venedig spazierten wir über viele Brücken über die Kanäle. Ein sehr schöner, gepflegter Ort, an dem natürlich angegeben wurde, dass alles videoüberwacht wird.

Busfahrten durch Los Angeles

Busfahren in Los Angeles ist ein Abenteuer. Die Fahrt sollte über 50 Minuten dauern und durch schwierige Straßen führen, wo man sich als Tourist lieber nicht aufhalten sollte. Tatsächlich hatten wir von einigen Menschen im Bus den Eindruck, dass sie unter Drogenkonsum standen oder durch diese schon sehr körperlich und geistig angeschlagen sind. Eine junge Frau machte einen sehr abwesenden Eindruck, zwei Männer funkelten sich böse an. Ein zahnlose, noch recht junge Frau mit Rollator schmachtete die ganze Busfahrt über Oliver an. Es war eine sehr merkwürdige Situation.

Tokio City

In Tokio-City hatten wir die Möglichkeit, in eine Metro umzusteigen. Doch ärgerte uns mal wieder google-maps, welches hier nicht immer so gut funktionierte. Supermärkte schien es gar nicht mehr zu geben. So betraten wir das japanische Viertel und deckten uns in einem japanischen Supermarkt mit Lebensmitteln für den Abend ein.

Chinatown

Der zweite Tag startete mit einem Spaziergang durch unser Viertel. Bei einem lokalen chinesischen Bäcker erstand ich ein kleines Teilchen, musste aber mit Erschrecken feststellen, dass es 15 Dollar kostete. Weiter ging es über einen chinesischen Markt, an dem die chinesische Community alles für den täglichen Bedarf kaufen kann. Von Obst und Gemüse über T-Shirts und Hüte bis zu Unterwäsche gab es hier alles. An einem Dim Sum Restaurant machten wir Halt und kehrten ein, anstatt Dim Sum zum Mitnehmen zu bestellen. Hier gab es zum Frühstück leckeres Porridge, das allerdings viel zu viel war.

Dim Sum Restaurant in Los Angeles
Dim Sum Restaurant in Los Angeles
Speisekarte Dim Sum
Speisekarte Dim Sum
chinesisches Porridge zum Frühstück
chinesisches Porridge zum Frühstück

Metro-Fahrten in Los Angeles

Hollywood muss man natürlich mal besuchen. Ähnlich wie der Weg nach Santa Monica waren wir wieder etwa eine Stunde unterwegs. Man muss dazu sagen, dass Bahnfahrten in Los Angeles nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Während manche Züge gut überwacht und an jeder Endhaltestelle ausgefegt werden, gibt es manche Fahrten, in denen extrem laute Musik aus Ghettoblastern gespielt wird, Lebensmittel feilgeboten werden (man darf in den Zügen weder essen noch trinken) oder sehr ungepflegte Personen sitzen, die dafür sorgen, dass man kaum atmen kann. Dafür kosten die Fahrten hier kaum etwas (1,50 €), auch wenn man 40 km fahren muss.

Hollywood

Der erste Eindruck von Hollywood war etwas deprimierend. Auf weitgehend verlassenen Bürgersteigen konnte man Namen berühmter Menschen oder Bands erkennen. Alles wirkte jedoch etwas lieblos und es roch an vielen Stellen nach Urin.

Blick auf den Hollywood Hill
Blick auf den Hollywood Hill

Erst ein ganzes Stück weiter stießen wir wieder auf Souveniergeschäfte und nette Cafés. Außerdem strahlten und pompöse Gebäude wie das “Hollywood Pantages Theater” an.

Weiter ging es per Bus in das legendäre “Rainbow Bar & Grill”, welches als Wohnzimmer von Lemmy Kilmister (Motörhead) galt.  

Lemmy`s Louge
Lemmy`s Louge
Zu Besuch bei Lemmy
Zu Besuch bei Lemmy

Observatorium

Zum Abschluss des Abends stand noch die Mondfinsternis bevor. Wo sollte man sie auch anders anschauen, als in einem Observatorium? Per Bus fuhren wir gemütlich den Berg hoch. Es war gar nicht so voll, wie man es an einem solch besonderen Tag erwarten würde. Unser Abendessen genossen wir also auf dem Berg und konnten die Aussicht auf Los Angeles am Abend genießen. Die Mondfinsternis gestaltete sich allerdings ziemlich unspektakulär.

Klapperschlangen-Warnung
Klapperschlangen-Warnung
Observatorium
Observatorium

Long Beach

Unser Gepäck konnten wir kostenfrei in unserem Hotel deponieren. Der sonnige Tag lud zu einer erneuten Fahrt mit der Metro zum Long Beach ein. Leider waren wieder viele Menschen, die gerne laut Musik hören, anwesend. Aus meinem Mund hört sich das ziemlich spießig an, doch war das eine Lautstärke, bei der man sich kaum noch unterhalten konnte.

Queen Mary I in Los Angeles
Queen Mary I in Los Angeles

Am Long Beach tummeln sich die Reichen und Schönen, die ihre Yachten dort haben. Uns zog es jedoch nur zur Queen Mary I, die dort vor Anker steht und besichtigt werden kann.

Fahrt nach San Diego

Um 16,10 Uhr erreichten wir unseren Zug nach San Diego. Dieser Zug war sehr voll, so dass wir uns nur schräg gegenüber voneinander setzen konnten. Die Menschen quetschen sich mit Gepäck durch, brauchen für eine Station (etwa Düsseldorf Hbf – Leverkusen Bf) unbedingt einen Sitzplatz. Um mich herum saß eine Familie, die zur Walshow nach San Diego wollte. Wir haben ja schon oft erlebt, dass Amerikaner sofort mit Smalltalk beginnen, sobald man ins Sichtfeld tritt. Deshalb wurden wir die ganze Fahrt über unterhalten. 

In San Diego fuhr direkt vom Nebengleis die Blue Line zu unserer Unterkunft.

In Las Vegas treffen wir Olivers Arbeitskollegen, die zufälligerweise im selben Hotel wohnen wie wir. In “The Sphere“ erleben wir ein Konzert von den Backstreet Boys.

Besuch des Visitor-Centers Flagstaff

In Flagstaff verließen wir unser Motel auf der Route 66 am frühen Morgen und nahmen den Bus zum Visitor Center. Oliver wollte noch seinen “Preis” für das Aufsuchen aller acht Brauereien in Flagstaff abholen. Wir bekamen beide (ich war schließlich auch immer mit auf den Beweisfotos) ein Bierglas mit der Aufschrift “Flagstaff”. Außerdem kaufte ich mir hier einen lila Sonnenhut mit Kakteen drauf. Die Verkäuferin war ganz begeistert davon, dass wir die Rallye mitgemacht haben. Das tun scheinbar nicht viele Menschen.

Busfahrt nach Las Vegas

Zu Fuß ging es weiter zur Bushaltestelle. Da es noch sehr früh und schon sehr heiß war, verkrochen wir uns in ein nahegelegenes Café, das sogar Frühstück in Form von Joghurt mit Obst anbot. Endlich mal wieder etwas Gesünderes. Auch der Kaffee war sehr köstlich.

An der Bushaltestelle packten wir unser Gepäck ein und stellten fest, dass unsere Plätze bereits besetzt waren. Doch der Fehler lag bei uns, fast wären wir in die falsche Richtung gefahren. Der richtige Bus fuhr mit zwei kurzen Pausen durch die Wüstenlandschaft nach Las Vegas. Es ist faszinierend, dass man außer ein paar Bäumen und der Straße, auf der man fährt, nichts als Landschaft sieht.

In Las Vegas angekommen, wurden wir an einem außerhalb der Stadt liegenden Rastplatz ausgesetzt. Von hier bestellte Oliver ein Lyft-Taxi, das uns sicher zum Hotel brachte.

Las Vegas und die Hotel

Eiffelturm in Las Vegas
Eiffelturm in Las Vegas
Las Vegas Gitarre
Las Vegas Gitarre

Hotels sind in Las Vegas riesig und verfügen fast alle über riesige Kasinos. Wir wohnten im Flamingo-Hotel in der 4. Etage. Erreichbar war unser Zimmer nur, wenn man durch das Kasino ging. In direkter Nachbarschaft befanden sich überdachte, klimatisierte Passagen, in denen man shoppen und essen kann. Am ersten Abend gönnten wir uns eine japanische Ramen-Suppe. Sehr unangenehm war, dass der Kellner das Wechselgeld brachte und den 20-Dollar-Schein unsichtbar unter die Rechnung legte. Fast hätten wir das übersehen und wären auf den Kellner reingefallen.

Entgegen der bunten Glitzer-Welt von Las Vegas fanden wir abends eine kleine Bar, in der man am Tisch spielen konnte. Ich lernte Blackjack kennen und gewann sogar ein paar Dollar. Das sollte jedoch reichen. Dafür gab es noch günstiges Bier und erschwinglichen Wein.

Pool des Flamingo-Hotels

Den hoteleigenen Pool mussten wir natürlich auch besuchen. Am Eingang wollte man wieder mal eine ID von uns, damit wir beweisen, dass wir über 21 Jahre alt sind. Glücklicherweise hat man uns das auch so geglaubt.

Der Pool war brechend voll. Dummerweise ist er auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich. In der Mitte des Pools befand sich die Bar, an der sich alle tummelten. Trotzdem war es schön, einmal durch einen Pool zu gleiten.

Spielhallen, Spielgeräte und viel Glitzer

Las Vegas kann man gut mit dem Linienbus (Duse) durchqueren. Die netten Busbegleiter erklärten, wo man am besten aussteigen sollte und was man sich anschauen sollte. 

Zockertisch in Las Vegas
Zockertisch in Las Vegas
Olivers Retro-Spieleparadies
Olivers Retro-Spieleparadies
Blackjack in Las Vegas
Blackjack in Las Vegas

Das alte Las Vegas besteht wie das neue Las Vegas auch aus vielen Spielhöllen. Vor Spielautomaten und an Pokertischen sitzen meist glücklich aussehende Menschen. In riesigen überdachten Hallen kann man sich an Seilen durch die Lüfte gleiten lassen, es gibt Straßenkünstler, Männer mit freien, muskulösen Oberkörpern, die zum Foto einladen, Frauen mit Engelsflügeln und und und. Eine Attraktion auf dem Fußweg war eine Halle mit alten Spielgeräten wie ein Flipper aus dem Jahr 1954.

Treffen mit Olivers Arbeitskollegen

Man trifft sich an den komischsten Orten der Welt. Durch digitale Medien erfährt man schnell, wer sich in der Nähe befindet – sogar im selben Hotel. Da die Familie erst abends von einem Ausflug zurückkam, gönnten wir uns nur einen gemeinsamen Snack.

Essen in Las Vegas

Da das Essen in Amerika immer sehr teuer ist, haben wir uns verschiedene Angebote angeschaut. Morgens waren wir zweimal bei einem Mexikaner. Es gab leckeren Kaffee und direkt zum Frühstück eine Margarita für 0,99 Dollar. In einer Spielhalle konnten wir unter Einsatz von einer Spielkarte sehr lecker essen. In einer Einkaufspassage genoss Oliver einen “Dirt Dog” und ich eine gebackene Kartoffel bei Rock`n Potatoe. Nachts fanden wir einmal den Weg zu “In and out Burger”, was auch recht genießbar war. Insbesondere der Kaffee hat es uns hier angetan, da man ja nicht immer vier und mehr Euro für einen Kaffee zahlen muss.

The Sphere Backstreet Boys

The Sphere in Las Vegas
The Sphere in Las Vegas

Mitten in Las Vegas befindet sich eine riesige Kuppel, die nach außen hin in verschiedenen Farben leuchtet und per Schriftzug anzeigt, welcher Künstler hier auftreten wird. Olivers Arbeitskollegen hatten sich “The Wizzard of Oz” angeschaut und waren ganz begeistert. Oliver ergatterte über eine Online-Plattform kurz vor Auftritt der “Backstreet Boys” Tickets für dieses Event. Obwohl es eine riesige Halle war, gab es kaum Gedränge oder Probleme an den Toiletten. 

Beleuchtung in The Sphere
Beleuchtung in The Sphere

Die Beleuchtung in “The Sphere” war unglaublich. Sterne und Raumschiffe “flogen” durch die Atmosphäre und ließen einen fast schweben. Die Backstreet Boys sind immer noch dieselben Strahlemänner, nur eben etwas in die Jahre gekommen. Musikalisch haben sie uns nicht abgeholt, aber das Erlebnis war umwerfend.

Nach einem kurzen Absacker in unserer “Stammkneipe” legten wir uns schnell schlafen, denn am nächsten Tag stand ja eine lange Busfahrt bzw. tolle Zugfahrt durch die Wüsten Nevadas bzw. Kaliforniens nach San Francisco bevor.