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Reisetagebuch

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Der heutige Tag steht unter dem Motto: Planung der Unterkünfte auf Fidschi. Einfach hinfliegen und spontan etwas buchen funktioniert hier nicht, weil man Verpflegung (Wasser und Speisen) für die Inseln einplanen muss und auch mangels Internets schon Fährverbindungen buchen muss.
Außerdem besuchen wir den Elektro-Stadtteil Akihabara und lernen ein Maid Café kennen.

Planung des Fidschi-Aufenthalts: Fährverbindungen und Unterkünfte

Unsere Zeit in Japan geht bald zu Ende und ein neues Abenteuer steht uns bevor: Fidschi
Da wir und die meisten unserer Bekannten noch nicht da waren, sind wir auf andere Blogs, Internetforen und Reiseführer angewiesen. Es gibt für die Fahrten zwischen den Inseln den BULA-Pass, der beliebig viele Fahrten in einem vorgegebenen Zeitraum ermöglicht. Die Fähre fährt jedoch nur einmal am Tag, so dass ein spontaner Besuch einer anderen Insel nicht ohne Übernachtung möglich ist. Nach einigen Berechnungen haben wir herausgefunden, dass es günstiger ist, ohne BULA Pass zu „hoppen“.

Bei den Wahl der Unterkünfte haben wir uns etwas schwer getan. Es gibt so viele Unterkünfte, die von Homestay (Leben bei den Einheimischen), über Hostels bis zu Nobelresorts reichen.
Wir wollen eine gesunde Mischung, wobei für uns die Nobelresorts rausfallen. Das passt einfach nicht zu dieser Reise. Durch Blogs und Erfahrungen von Langzeitreisenden aus dem Internet haben wir unsere Suche auf die Yasawa Islands beschränkt.
Zuerst werden wir bei Einheimischen wohnen, die uns in das Dorfleben einbeziehen. Wichtig ist hier, dass wir als Mitbringsel und Geschenk an den Häuptling der Insel Kava-Wurzel besorgen müssen.
Der zweite Aufenthalt wird in einem kleinen Bungalow (eine kleine Hütte) sein, der direkt am Strand liegt.
Die dritte Unterkunft ist etwas nobler. Durch Zufall habe ich einen günstigen Preis für eine kleine Bambushütte am Strand gefunden. Allerdings ist die Verpflegung (Rundum-Essens-Paket) recht teuer. Mal schauen, wie lange unser Vorrat an Nudel-Fertiggerichten reicht. Wir werden berichten!

Akihabara – das Elektro-Viertel von Tokio

Am späten Nachmittag brachen wir zur Metro-Station auf. Da unser 72-Stunden-Ticket mittlerweile nicht mehr gültig war, kaufen wir uns PASMO-Karten, die wiederaufladbar sind und für alle Bahn- und Zuglinien innerhalb Tokios einsetzbar sind.

Kuscheltierautomat
Kuscheltierautomat

Der Ausgang der Metro-Station führte direkt in ein riesiges Elektronik-Fachgeschäft mit sechs Etagen. Wie halten es die Käufer und erst recht die Verkäufer in dem täglichen Gedudel aus? Überall läuft Musik und man wird von Werbung beschallt.
In der Fitness-Abteilung konnte ich die Power-Plate ein paar Minuten testen. Oliver entdeckte verschiedenste Ausführungen von Zauberwürfeln. Für unsere Nichten wäre das Kaufhaus ein Paradies. Überall Musik und ganz viele Artikel für Kinder. Erschreckend waren wieder einmal die Automaten, aus denen man sich Plüschtiere, Comic-Figuren oder Spiele „angeln“ konnte. Auch die Kleinsten, die gerade mal auf zwei Beinen stehen können, sind schon darauf fixiert. Daneben gibt es noch Musikgeräte (Automaten) die man ähnlich wie das Spiel Senso bedient.

Akihabara – verrückte Computer- und Videospiele

Prinzessin und Mario starten ein Autorennen
Prinzessin und Mario starten ein Autorennen

Auf den Straßen leuchte die Reklame von allen Seiten auf uns. Geschäfte lockten mit ihren Auslagen, doch wir haben mittlerweile genug unnötigen Kram gesehen.
Erwähnenswert sind jedoch die mehrstöckigen Häuser mit Video-Spiel-Automaten. So etwas haben wir noch nicht gesehen (doch Oliver schon in Indien). Es gibt Geräte, auf die man sich draufstellt und dann nach der Farbfolge auf dem Boden und auf dem Monitor tanzt. Anzugträger legten ihre Aktentaschen beiseite, warfen Geld ein und begannen zu tanzen. Außerdem gibt es Geräte, auf die man ähnlich wie bei Guitar Hero ein bestimmte Farbfolge von Tasten drücken muss. Die Tasten sind nicht nur nebeneinander, sondern in einem Kreis vor einem angeordnet. Es herrschte eine enorme Geräuschkulisse. Absolut sehenswert.

Taiyaki

Kulinarisch gesehen probierten wir auf der Straße Taiyaki gefüllt mit Ei und Schinken. Diese „Fischkuchen“ gibt es an jeder Ecke mit verschiedenen süßen und auch deftigen Füllungen.
Hierdurch bekamen wir erst richtig Hunger und kehrten in ein Restaurant in einem Hochhaus, dessen Werbung uns ansprach. Es gab Spezialitäten aus der Region Hokkaido. Weitere Informationen zu unseren Speisen erhaltet ihr unter Japan: Tokio-Food (folgt in Kürze).

Akihabara – Besuch eines Maid Cafés

Einhorn und Hase
Einhorn und Hase

Jedes Land hat seine Kuriositäten. In Japan findet man neben vielen Manga-Figuren auch Maid Cafés, in denen man von als Dienstmädchen verkleideten Kellnerinnen bedient wird. Wir hatten ein Café mit Katzen-Verkleidungen erwischt. Neben dem Eintritt war ein Getränk obligatorisch. Fotos durfte man nur gegen Bezahlung machen. Auf der Bühne gab es immer wieder Playback-Vorführungen mit Tänzen wie von Animes.
Es war eine lustige Show, aber mehr als eine Stunde wollten wir dann doch nicht bleiben.

Nachtleben in Tokio? Fehlanzeige!

Es war mittlerweile 23 Uhr und wir wollten uns ins Nachtleben stürzen, es war schließlich Samstag in Tokio. Auf den Straßen war viel los, aber alle schienen von der Arbeit zu kommen. Oliver lotste uns in Richtung Shinjuku, doch die Gänge durch den Untergrund führten nicht zur richtigen Metro, was wir erst nach ein paar Stationen merkten. Kurz vor Mitternacht erreichten wir unser Ziel, doch alle Lokalitäten waren im Begriff zu schließen. An einem Samstag??? Die letzte Bahn zu uns sollte auch um 0.32 Uhr fahren, so dass wir beschlossen, den Abend doch bei uns in der Wohnung zu verbringen. Sehr merkwürdig. Im Nachhinein habe ich überlegt, dass die netten Kneipen ähnlich in Osaka nicht auf den Straßen, sondern in den Hochhäusern zu finden sein könnten. Löst aber nicht das Problem, dass nachts (zwischen 1 und 4) scheinbar so gut wie gar kein ÖPNV in der größten Stadt der Welt stattfindet… bis auf teuere Taxis… Wir haben ja noch ein paar Tage vor uns!

Zu einem Besuch der japanischen Hauptstadt Tokio während unserer Weltreise gehört auch ein Besuch des Fischmarktes Tsukiji-Nippon-Fish-Port-Market. Mitten in der Stadt befindet sich der Asakusa-Schrein, wo wir unser Schicksal durch Omikuji-Zetteln ziehen. Abends geht es in das berühmte Kill-Bill-Restaurant Gonpachi.

Fischmarkt Tsukiji-Nippon-Fish-Port-Market

Auf unserer Reise durch Japan haben wir zwar schon viel Fisch gegessen, aber Sushi direkt vom Hafen oder Markt fehlte noch. Tags zuvor haben wir bereits einen Sushi-Salat genossen, es fehlte noch ein Sushi-Restaurant.

Fischmarkt Tokio
Fischmarkt Tokio

Auf dem Tsukiji-Nippon-Fish-Port-Market schlossen schon die ersten Stände ihre Pforten, so spät waren wir unterwegs. Ein Fischmarkt ist ja auch eher etwas für den frühen Morgen, aber da müssen wir ja leider schlafen (lach).
In zwei großen Straßen mit abzweigenden Gassen reihen sich Geschäft an Geschäft. Viele bieten richtige Rohfisch-Gerichte an, die sehr teuer sind (teurer als in Deutschland). Manche hatten auch kleine Portionen, wo wir dann zuschlugen. Ein Stand hatte seinen letzten Artikel um ein Drittel reduziert, weil er zumachen wollte und so kamen wir in den Genuss von mehreren gemischten Fischspießchen. Sehr lecker mit einer Teriakki-Sauce angemacht.

Krebsmodell auf dem Fischmarkt
Krebsmodell auf dem Fischmarkt

Ein Restaurant sah sehr einladend aus und bot verschiedene Sushi-Spezialitäten an. Mit einem Tablet konnte man bestellen und den Köchen bei der Zubereitung auf die Finger schauen. Zu den von uns gewählten Speisen kamen noch zwei Vorspeisen, die wir nicht bestellt hatten. Im Nachhinein sahen wir diese aber auf der Rechnung, was ich nicht so sympatisch fand. Mein Gericht kam wieder erst, nachdem Oliver schon fast fertig war. Das zieht sich durch die ganze Reise: entweder ist das, was ich haben möchte nicht da oder es wird erst sehr spät serviert, wenn mir der Magen schon in den Kniekehlen hängt.
Mit dem Essen waren wir insgesamt zufrieden. Fangfrisches Sushi schmeckt nochmal einen Ticken besser als in einem Sushi-Restaurant, das nicht am Meer liegt.
Wie gehabt, erfahrt ihr hierzu mehr unter Japan: Tokio-Food (folgt in Kürze)

Asakusa-Schrein – hier ziehen wir unser Schicksal

Pack-Man-Gimmick
Pack-Man-Gimmick

Nach einem exzellenten Kaffee, der frisch aufgebrüht wurde und unsere Geister wieder erweckte, machten wir uns auf den Weg zum Asakusa-Schrein. Wie schon öfters angemerkt, sind die Wege mit der Metro sehr lang, so dass wir uns diesmal Hörbücher und Filme aufs Handy geladen hatten. In der Metro glotzen sowie alle aufs Handy, viel schlimmer als in Deutschland.

Rund um den Asakusa-Schrein befinden sich viele kleine Läden mit japanischen Souveniers, die jedoch schon fast alle geschlossen hatten. An einem Automaten, wie es sie in Japan an jeder Ecke gibt, zogen wir uns jeder ein Pac-Man-Gimmick, das nur unsere Ladekabel verziert. Irgendetwas Beklopptes muss man ja aus Japan mitnehmen. Auch hier gab es wieder einen Don-Quijote-Laden, doch ich wage zu behaupten, dass wir jetzt alles kennen, was man kaufen kann. Mitten auf der Straße war ein Bier/Highball-Stand mit lustiger Musik. Das kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen. Es kommt mir sowieso vor, als wenn hier jeden Tag Weihnachtsmarkt, Kirmes und Trödelmarkt in einem wäre.

Omikuji
Omikuji

Der eigentliche Schrein war toll beleuchtet (s. Titelbild: fünfstufige Pagode). Die Anlage erschien recht groß, war dafür aber nicht überlaufen. Vor dem Hauptgebäude erstrahlt ein kleines Gebäude mit Schubladen, aus dem man mit den Omikuji-Zetteln die Zukunft voraussagen kann. Man wir hierfür 100 Yen in eine Geldbox, nimmt den silbernen Kasten, schüttelt diesen kräftig bis ein Holzstäbchen mit einer Zahl herausrutscht. Dann zieht man aus der Schublade mit entsprechender Zahl seinen Schicksalszettel. Wird ein schlechtes Schicksal vorausgesagt, faltet man den Zettel und knotet ihn an eine Schnur, die dort hängt.

Glücklicherweise meint es das Schicksal mit uns gut und wir haben beide positive Zettel, die wir mitnehmen durften. Hierzu muss erwähnt werden, dass wir zwar die Box geschüttelt haben, die Sache mit dem Stäbchen jedoch nicht wussten und irgendeine Schublade öffneten. Ob sich diese Prophezeiungen trotzdem erfüllen werden? Warten wir es ab!

Kill-Bill-Restaurant Gonpachi

Eine Szene aus dem Film „Kill-Bill“ von Quentin Tarantino wurde in einem Restaurant in Tokio gedreht. An einem Freitag-Abend ohne Reservierung einen Platz bekommen? Wir versuchen es.

Kill-Bill-Restaurant Gonpachi
Kill-Bill-Restaurant Gonpachi

Tatsächlich war das riesige Restaurant gar nicht so überlaufen. Nach etwa zehn Minuten Wartezeit bekamen wir einen Platz mitten auf dem Schauplatz des Gemetzels. Im Eingang konnte man Shirts des Restaurants erwerben. Jeder Gast wurde zu seinem Tisch begleitet und durch das gesamte Personal lauthals mit einem Spruch auf Japanisch begrüßt. Die Atmosphäre war toll, das Essen schmeckte hervorragend. Es gab Soba-Nudeln, die wir so (kalt) auch noch nicht in Japan gegessen hatten. Es gibt hier einfach zu viele landestypische Spezialitäten. Mehr dazu unter Japan: Tokio-Food (folgt in Kürze)
Man kann auf dem Bild nicht alles erkennen. In der Mitte sitzt Oliver mit dem blauen Superman-Shirt (hier ist er der Sake-Man!). Links hinter ihm ist das berühmte Geländer zu sehen, auf dem ich lieber nicht hochlief – wiie einst Beatrice Kiddo.

In Tokio in Japan gehen wir einkaufen und begeistern uns für Kuriositäten wie das Monster Café. Trotz den großen Metro-Systems müssen wir viele Strecken zu Fuß zurücklegen.

Outlet und Joypolis am Hafen in Tokio

Morgens planten wir unsere weitere Reise, so dass wir erst spät aufbrachen.
Schuhe (Sportschuhe ausgewählter Marken) sind in Japan wesentlich teurer als in Deutschland. Ich hatte mir vorgenommen, meine Winterschuhe durch Turnschuhe für die Weiterreise zu ersetzen. Am Hafen von Tokio liegt ein großes Outlet-Center, also ein Traum für mich.

Unser Ticket deckt nicht alle Metro-Linien ab, so dass wir einen Teil zu Fuß bewältigten. Vorbei an einem schönen Fluss kamen wir an einem Gebäude (Marché-Mall) vorbei, das frische Fisch-Artikel verkauft. In der Sonne (wir sind mittlerweile nur noch in dünnen Jacken unterwegs) genossen wir einen Sushi-Salat.
Eine Brücke führte zum Outlet-Center (Venus-Fort), doch es war schon so spät, dass wir nur einen der von uns vorgenommen Programmpunkte gemeinsam verwirklichen konnten. Also trennten wir uns das erste mal auf unserer gemeinsamen Reise. Es war ein komisches Gefühl, plötzlich alleine in der riesigen Stadt zu sein. Wir hatten jedoch die mobilen Wifi-Geräte aus unserer Wohnung dabei, so dass wir per Whats-App in Kontakt bleiben konnten.

Von Joypolis war Oliver nicht so begeistert, weil man wieder für alles Geld bezahlen musste. Ich erstand ein Paar Puma-Schuhe mit silbernen Streifen. Gerne hätte ich das Krümel-Modell mit Keksen und Sternchen genommen, doch für gab es nur für Kinder. An einer Metro-Station trafen wir uns wieder und fuhren über hohe freistehende Brücken in die Stadt, wo wir um 18 Uhr einen Termin hatten.

Monster-Café im Stadtteil Shibuya

Eine Attraktion im Stadtteil Shibuya ist das Monster-Café. Für 18 Uhr hatten wir dort einen Tisch reserviert.
Wir hatten verstanden, dass wir neben dem Eintritt mindestens ein Getränk zu uns nehmen müssen. Vom Hunger getrieben, besuchten wir in die Burger-Kette Lotteria, die wir auch mal testen wollten. Es war ganz okay, aber satt wurden wir hier nicht.
Das war auch gut so, dann neben dem Getränk musste man im Monster-Café auch essen. Insgesamt war es sehr lustig: bunte Spaghetti, bunte Burger und bunte Sushi.

Alles um uns herum war in Form von Torten, Erbeeren oder Einhörnern. Dies ist ein Ort, an dem man sicher toll einen Kindergeburtstag feiern kann. Unsere Nichten wären begeistert davon! Die Toiletten haben mir am besten gefallen (s. Titelbild).
Weitere Einzelheiten zu Speisen findet ihr unter Japan: Tokio-Food (folgt in Kürze)

Auf dem Weg nach Hause machten wir noch einen Umweg zu Allbirds – einem Schuhgeschäft von Olivers Schuhen, die es sonst nur in Amerika gibt. Hier erstand er neue Einlegesohlen, die so viel wie der Versand nach Deutschland gekostet hätten.

Auf dem Weg zur letzten Station begegneten wir einer Reihe von Kart-Fahrern mitten im Tokioer Straßenverkehr, die mit lustigen Mario-Kostümen verkleidet waren. Sozusagen eine gute Einstimmung auf unsere letzte Station – dem Nintendo-Store, der etwas versteckt in der sechsten Etage einer Nobel-Einkaufsmall liegt. Hier gibt es alle erdenklichen Gimmicks für Nitendo-Fans. Die Konsolen (Switch und Switch Lite) sind hier allerdings nicht wesentlich günstiger als in Deutschland via Amazon.

Tokio ist unglaublich groß und wuselig. Es gibt zwar ein gutes Verkehrnetz (Metro, Bus…), doch sind die Wege recht lang und die Bahnen sehr voll. Tickets zu erwerben ist ein Herausforderung.
Heute lernen wir die Stadtteile Oemo und Shibuya kennen und genießen eine VR-Show.

Tickets für die Metro

Für eine Woche in Tokio hielten wir es für sinnvoll, ein Mehr-Tagesticket (Tokyo Subway Ticket) zu kaufen. Das gestaltete sich allerdings nicht so einfach. An der Station Ueno-Station, die fußläufig von unserer Unterkunft erreichbar war, machten wir uns auf die Suche nach der Informationsstelle für Touristen, denn nur die haben ein Anrecht auf das Tokio-Subway-Ticket. Diese Informationsstelle ist nicht ausgeschildert und in den vielen unterirdischen Gängen fanden wir erst nichts. Auch im Erdgeschoss, wo es hektisch zuging, waren keine Hinweisschilder.
Letztendlich fanden wir dann im Untergeschoss eine Stelle, die dafür zuständig ist. Nach Vorzeigen unseres Reisespasses erhielten wir dann unsere Fahrkarten. Allerdings müssen wir nach einigen Tagen der Nutzung feststellen, dass die Tickets zwar alle U-Bahnlinien Tokios (und das sind einige, es gibt sogar zwei Gesellschaften: Tokio Metro und Tokio Subways) abdecken, aber eben manchmal etwas unbequem sind, wenn man in Gegenden ist, wo nicht die U-Bahn das beste Mittel der Wahl ist, sondern die Monorail, die JR Züge oder eben der Flughafen-Express. Wir erwägen daher für die letzten drei Tage wieder Prepaid-Tickets (ähnlich der Londoner Oyster Card) – wie schon in Seoul – zu erwerben.

Picknick im Ueno-Park

Mit Tickets in der Hand marschierten wir in Richtung Ueno-Park, da wir frühstücken wollten. Wo kann man das besser machen als in einem Park? Aus einem Supermarkt organisierten wir Leckereien und schlenderten durch den Park. Hier entdeckten wir noch weitere Food-Stände, die Spießchen u.ä. anboten.
Mit Blick auf einen Teich ließen wir es uns gut gehen. Um uns herum bildeten sich Menschentrauben, da am Nachbartisch zwei Hunde auf dem Tisch lagen und von allen gestreichelt werden wollten. Japaner drehen völlig durch, wenn sie kleine Hunde sehen (lach).

Der Stadtteil Shibuya mit der größten Alle-gehen-Kreuzung

Mit unserem frisch erworbenen Metro-Ticket machten wir uns gegen 14.30 Uhr auf nach Shibuya, einem von vielen riesigen Einkaufsvierteln in Tokio.
Unser erstes Ziel war die Hachiko-Statue. Sie soll an den Hund erinnern, der sein Herrchen immer treu und pünktlich von der Arbeit abholte und auch nach dessen Tod noch da wartete. Die Geschichte ist auch verfilmt worden. Ich sagte ja schon, dass Japaner ein besonderes Verhältnis zu kleinen Hunden haben (s.o.).
Vor der Statue hatte sich bereits eine Schlange gebildet (typisch für Japan), denn jeder wollte die Pfote von Hachiko streicheln und ein Foto mit ihm schießen. Uns genügte ein digitales Streicheln (s. Foto).

Direkt hinter der Statue von Hachiko befindet sich die wohl größte Alle-gehen-Kreuzung Japans. Hier werden alle Auto-Ampeln auf Rot geschaltet und die Fußgänger können gleichzeitig in alle Richtungen losgehen, also auch digital. Das hört sich nach sehr viel Chaos an, doch wir fanden das Fußgänger-Aufkommen noch erträglich. Das Titelfoto habe ich aus dem Bahnhofsgebäude am Abend geschossen.

Der Stadtteil Shibuya ähnelt vielen Stadtteilen in Tokio, Osaka oder Seoul. Alles ist hell erleuchtet mit Werbetafeln, Geschäfte locken einen herein, Restaurants in Hülle und Fülle. Hier gibt es jedoch keinen Straßenverkauf, es spielt sich alles in den Läden ab. Hier sind auch viele Labels internationaler Hersteller zu finden.
Uns interessierte insbesondere das Geschäft Mega Don Quijote, wo es alles und nichts geben sollte. Oliver sagte hierzu: „Man kann hier nicht suchen, die Produkte finden dich!“. Recht hat er, denn in den sechs Etagen gibt es alles: Kosmetik, Spirituosen, Kontaktlinsen, Fahrrädern, ein kleiner Sex-Shop, Karnevals-Outfits und vieles mehr. Wir erwarben nur ein paar Süßigkeiten. Kitkat gibt es hier in alles Geschmacksrichtung z.B. Wasabi, Käsekuchen, Sake oder Erdbeere.

Virtuel Reality Erlebnis in Shibuya

VR-Café in Tokio
VR-Café in Tokio

Mehr durch Zufall stießen wir auf TYFFONIUM SHIBUYA, das ein mehrere Show mit VR-Brillen anbietet. Wir entschieden uns für „Korridor“. Hierfür wurden wir in einen kleinen Raum geführt, bekamen einen Technik-Rucksack, eine VR-Brille und Kopfhörer aufgesetzt. Einen Ring (Tauchring) hielten wir zwischen uns, um gemeinsam durch das Abenteuer zu schreiten.
Zwar haben Oliver und ich schon Erfahrung mit VR-Brillen, z.B. kurze Urlaubsfilme oder Olivers Projekt bei der Arbeit, aber mit animierten Welten kamen wir so noch selten in Berührung.
Es war faszinierend, durch virtuelle Gänge zu schreiten, vor Abgründen zu stehen, Monster auf einen zukommen zu sehen. Nach 20 Minuten war der Spaß vorbei und wir konnten noch einen Kaffee genießen.

Abends gibt es Tan-Tan-Suppe

Tan-Tan-Nudeln in Tokio
Tan-Tan-Nudeln in Tokio

Der Heimweg zieht sich immer in Tokio. Alles ist irgenwie erreichbar durch das Metro-Netz, aber es sind lange Wege an den Umstiegshaltestellen zu durchlaufen.
In der Nähe unserer Unterkunft gibt es ein Tan-Tan-Restaurant. Das ist die Suppe, die wir zu Hause bei unserem Stamm-Japaner NANIWA immer essen. Hier mussten wir wieder am Automaten bestellen und bekamen die köstlichsten Nudeln. Bestimmt werden wir hier nochmal essen.

Bevor es mit dem Shinkansen von Kyoto nach Tokio in Japan gehen sollte, wollten wir uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten in Kyoto anschauen: Der Higashi Hongan-ji-Schrein in unser direkten Nachbarschaft und der Nishiki-Markt durften nicht fehlen.

Higashi Hongan-ji-Schrein

Wir hatten mal wieder Glück mit unserem Hotel. Nicht nur, dass es zentral lag, auch das Personal war sehr nett und die Ausstattung gut. Unser Gepäck durften wir nach dem Check-Out um 11 Uhr bis zu unserer Abreise lagern.

In direkter Nachbarschaft liegt der Higashi Hongan-ji-Schrein (s. Titelbild). Wir hatten ihn schon am ersten Abend bemerkt, konnten aber kaum etwas erkennen, da er nicht beleuchtet war. Bei Sonnenschein strahlte er und lud zur Besichtigung ein. Ein Brunnen mit einem gewaltigen Drachen begrüßte uns zu Beginn. Ohne Schuhe konnte man den Tempel betreten, der mit Bastmatten ausgelegt ist. Das Fotografieren der Heiligtümer war nicht gestattet.

Nishiki-Markt

Wurzelgemüse Kyoto
Wurzelgemüse Kyoto

Der Nishiki-Markt ist wie viele Märkte in Japan nicht sofort ersichtlich. Von der Hauptstraße zweigen sehr plötzlich kleine Gassen ab, die von Ständen gesäumt sind. Hungrig darf man nicht hierher kommen, denn die Leckereien verführen zum Kauf. Hier wurden auch kleine Happen zum Probieren angeboten, wo wir nicht widerstehen konnten. Interessant fand ich Curry-Kräuter-Mischungen, die man Reisgerichten beimengen kann. Nicht nur Fisch in allen Variationen, sondern auch Frösche und kleine gebratene Vögel, die sonst in den Bäumen rumspringen, sind in Spießchengerichte verwandelt worden. Manche Sachen hören sich sehr grausam an!

Fahrt mit dem Shinkansen nach Tokio

Bestellautomat Schnitzel
Bestellautomat Schnitzel

Auf dem Nishiki-Markt hatten wir uns nichts zu Essen gekauft, da wir irgendwo sitzen wollten. Am Bahnhof fanden wir ein Restaurant, das sich von den bisher besuchten unterschied. Zum einen gab es hier keine Ramen-Suppe, Knödel mit Tintenfisch oder Sushi, sondern Schnitzel mit Reis und Curry-Sauce. An einem Automaten musste man sich das Gericht auswählen und bezahlen. Mit dem Zettel ging man zur Theke, so dass das Personal gar nicht mit Geld in Kontakt kam.
Oliver war ganz angetan davon, mal wieder ein Schnitzel zu essen.

Der Zug fuhr pünktlich los und wir konnten die Aussicht genießen. Wir hatten reservierte Zweier-Sitze (es gibt auch Reihen mit drei Plätzen). In der Ferne konnte man sogar schneebedeckte Berge (ja auch den Berg Fuji) erkennen.

Ankunft in Tokio

Der Bahnhof von Tokio war – wie zu erwarten – brechend voll. Das kannten wir jedoch schon von anderen großen Städten wie Seoul und Osaka. Mit dem Shinkansen-Ticket konnten wir weiter bis zu unserer Station Okachimachi fahren. Von dort war es nur ein kurzer Fußweg bis zu unserer Wohnung.
Erschreckend war, dass kaum noch Menschen auf der Straße waren. Wir hatten erwartet, dass Tokio insgesamt sehr voll sein würde. Unser Stadtteil kam uns schon wie eine Geisterstadt vor.
Der Checkin lief wieder über einen Code. Die Wohnung machte einen guten Eindruck. Allerdings sind hier – ähnlich wie in Wladiwostok – die Treppen eine Herausforderung. Sie sind sehr steil und das Geländer ist nicht durchgehend. Das Bad ist sehr klein, man kann sich kaum umdrehen. Die Toilette ist so eine wie wir sie von Deutschland kennen. Allerdings ist das ganze Bad aus Plastik.
Unser „Schlafzimmer“ ist eine Art Hochbett so wie ich es in meiner ersten Wohnung hatte. Man braucht akrobatisches Geschick, um von der Leiter auf die zweite Etage zu krabbeln. Herunter ist es noch schwieriger. Ich war ganz verzweifelt, doch mit ein wenig Übung werden wir auch das meistern.

Einen kleinen Snack wollten wir uns an diesem Abend noch gönnen. Gar nicht so einfach in diesem „Geisterstadtteil“. Schließlich fanden wir noch ein Restaurant, das Takoyaki und weitere Kleinigkeiten anbot. Das reichte uns vollkommen. Mehr dazu findet ihr unter Japan: Tokio-Food (folgt in Kürze).

Ein Besuch der Sehenswürdigkeit Fushimi Inari-Taisha mit seinen 1000 Toren stand heute auf dem Programm. Ein weiteres Highlight sollte Gion sein, was ein eher traditionelles Viertel von Kyoto ist.

Ausflug zu den 1000 Toren

Nachdem wir unser Frühstück aus dem Supermarkt verzehrt hatten, machten wir uns auf den Weg zu den 1000 Toren, die man mit Kyoto verbindet. Die roten Tore hat man schon öfters auf Motiven aus Japan gesehen, jetzt wollten wir sie in natura sehen.
Die kurze Fahrt mit dem Zug war unspektakulär. Es gab nichts Besonderes zu sehen und die Zügen waren auch nicht überfüllt.
Unweit von der Station konnten wir schon die ersten roten Tore entdecken. Sie erstrecken sich über einen Berg und sind toll anzusehen. Da wir auf unserer Reise schon sehr viel gelaufen sind, legten wir nur einen Teil der Strecke zurück, konnten aber schon imposante Bilder einfangen.
Schön war, dass viele Menschen traditionelle Kleidung trugen. Auch einige Männer trugen Geta, die japanischen Sandalen aus Holz mit passenden Socken, bei denen nur der große Zeh abgetrennt ist.

Tor Kyoto
Tor Kyoto

Auf dem Weg zum Zug zu unserem nächsten Ziel (die Station war nicht dieselbe wie bei unserer Ankunft) kamen wir an vielen Grillständen vorbei. Hier merkte man den Unterschied zu den Märkten, die wir besucht hatten, denn das Essen schmeckte weniger gut.

Gion-Viertel

Das Gion-Viertel ist ein eher traditionelles Viertel in Kyoto. Auch hier liefen wir auf einen Tempel zu, der am Ende der langen Straße zu sehen war. Diese Straße wirkte mit ihren Restaurants und Spezialitäten-Geschäften hochwertiger als die Märkte, die wir schon besucht hatten. In den Geschäften wurden handgefertigte Bonbons, Schmuck aus der Region und natürlich traditionelle Kleidung angeboten.

Den Weg zu unserem Hotel legten wir zu Fuß zurück. Unterwegs entdeckten wir ein Café, das sich auf Käseartikel spezialisiert hatte. Oliver hatte mir am selben Tag noch erzählt, dass er vom Käsekuchen eigentlich nur den Quarkanteil mag. Hier wurde dieser mit einer Scheibe Käse überbacken angeboten.
Weitere Infos zu unserem Essen gibt es im Food-Blog: Japan: Kyoto-Food

Unser letzter Tag in der tollen Stadt Osaka in Japan stand bevor. Wir wollten noch ein paar Sehenswürdigkeiten entdecken und auf das Hochhaus Omida Skybuilding fahren, bevor es mit dem Zug weiter nach Kyoto gehen sollte.

Tickets für die Züge

Tickets Japan
Tickets Japan

Unser Gepäck schlossen wir am Eingang zur Metro-Station ein. Für unsere kurze Zugfahrt von Osaka nach Kyoto und auch für die Fahrt mit dem Shinkansen von Kyoto nach Tokio benötigten wir noch Tickets.
Der Erwerb von Tickets ist recht einfach: Über den Automaten sind große Linienpläne. Die Zahl an der Zielstation zeigt den Preis, den man für dieses Ticket zahlen muss (570 Yen von Osaka nach Kyoto).
Für die Tickets mit dem Shinkansen wählt man jedoch die Abfahrts- und Zielstation aus. Außerdem tippt man ein, ob man reservierte oder freie Plätze haben möchte und ob man ein Raucherabteil bevorzugt. Ja, man kann hier tatsächlich in Zügen (und auch Restaurants) rauchen, was für uns als Nichtraucher jedoch unerheblich ist.
Für den Tag in Osaka erwarben wir noch ein Tagesticket, das am Wochenende etwas günstiger ist und auch Vergünstigungen für Sehenswürdigkeiten impliziert.

Stadtteil Shinsekai

Shinsekai Automaten
Shinsekai Automaten

Den Stadtteil Shinsekai haben wir am Vortag bereits kurz kennen gelernt, hatten aber noch nicht alles gesehen, weshalb es uns heute erneut dorthin trieb. Auf vielen Straßen der Stadt befinden sich Automaten mit diversen Spielsachen, Dingen für den Setzkasten und auch Mini-Elektro-Artikel.
In einem der vielen Restaurant aßen wir Spießchen, die man einzeln aus der Karte auswählen konnte und teilten uns einen Okonomiyaki (s. Japan: Osaka-Food).
Die Straßen sind laternenbehangen. Alles ist bunt und laut. An den Straßen stehen viele Automaten, aus denen man sich diverses Spielzeug und auch technischen Kleinkram erwerben kann. Direkt daneben sind Automaten für Erwachsene, denen Inhalt sich uns nicht erschloss. Man kann sich denken, dass es sich um nicht jungendfreie Artikel handelt.

Donky Kong
Donky Kong

In einer der Spielhallen gab es Arcardespiele aus den 1980er und 1990er Jahren. Oliver ließ sich zu ein paar Runden Donkey Kong hinreißen. Spielhallen sind in allen Einkaufsstraßen in Japan zu finden. Es ist laut und zigaretten-verqualmt. Alle ballern oder lösen Strategie-Spiele, z.B. die einigen sicherlich noch aus den 80er Jahren von der Kirmes bekannten Münzenschiebe-Automaten.

Namba-Yasaka-Schrein

Namba-Schrein
Namba-Schrein

Den Namba-Yasaka-Schrein muss man wegen seines riesigen Gesichts gesehen haben. Wir waren aber durch die Lauferei in den letzten Tagen so k.o., dass wir nur kurz dort verweilten und dann einen Kaffee in einem Möbelhaus tranken.
Auch das Umeda Sky Building, das wir bei der Ankunft mit dem Bus schon gesehen hatten, reichte uns von außen. Die Warteschlange für den Aufzug war einfach zu lang.

Zugfahrt von Osaka nach Kyoto in Japan

Brav warteten wir mit unserem Gepäck in einer kleinen Schlange vor der Bahn. In Japan ist das ja super geregelt und funktioniert auch gut. Nur unser Gepäck passte nicht in die Ablagen im Zug, so dass wir es in den Gang stellen mussten. Ich habe später gelesen, dass man für großes Gepäck extra ein Ticket ziehen muss.
Nach 30 Minuten erreichten wir schon unser nächstes Ziel Kyoto. Hier wirkte alles viel entspannter, da nicht so viele Menschen wie in Osaka um uns herum rannten. Die Straßen erschienen nahezu leer.
Unser Hotel war in der Nähe des Bahnhofs, so dass wir dies schnell erreichten. Der Rezeptionist war mega freundlich. Er erklärte alles auf Englisch und sogar ein bisschen auf Deutsch (er lernt gerade Deutsch) und zeigte alles auf laminierten Bildern.

Bäder in Japan

Eine Sache faszinierte uns besonders: Das Bad hat eine Trockner-Funktion! Man schließt die Tür, startet das Programm und es entsteht eine Art Trockenraum, so dass die Kleidung nach ein paar Stunden trocken ist.
Ein ähnliches Bad hatten wir auch in Osaka, doch wir kannten diese Trockenfunktion nicht.
Auch die Toiletten in Japan sind ein Phänomen. Die Klobrille ist beheizt, alle weiteren „interessanten“ Funktionen könnt ihr hier nachlesen. Selbst an Bahnhöfen finden sich diese modernen Toiletten, seltener gibt es auch noch die Hocktoilette.

Wieder besuchen wir einen Food-Market, diesmal in Osaka in Japan. Abends singen wir mit den Einheimischen Karaoke.

Kurumon-Food-Market

In der Nähe der Metro-Station hatte sich eine Menschen-Traube um ein Geschäft gebildet. Im Schaufenster wurden Baby-Hunde und -Katzen zum Kauf angeboten. Die Japaner waren ganz fasziniert davon.

Kaffee in Osaka
Kaffee in Osaka

In Asien vergeht für uns kaum ein Tag ohne einen Spaziergang auf einem Food-Market. Hier ist im Gegensatz zu dem Essen aus dem Supermarkt, das meist in viel Plastik verpackt ist, alles frisch.
Weitere Informationen hierzu findet ihr unter Japan: Osaka-Food.
Etwas schwieriger ist es jedoch einen Sitzplatz zu bekommen, wenn man einfach mal eine Pause bei einer Tasse Kaffee machen möchte. In einem sehr altmodischen Café bekamen wir dann eine Art heißes Wasser mit Milch in einer sehr antiken Tasse.

Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai

Am frühen Abend suchten wir das Vergnügungs- und Shopping-Viertel Shinsekai auf. Durch mehrere Straßen, die teilweise überdacht sind, schlendert man an diversen Restaurants vorbei. Ähnlich wie wir es schon von japanischen Restaurants in Düsseldorf kennen, bilden sich vor den guten Restaurants lange Schlangen.
Die Restaurants ließen wir hinter uns und entdeckten einen Laden mit nett wirkenden Menschen. Schnell stellte sich diese Lokalität als Karaoke-Kneipe heraus, was typisch für Japan ist. Der Wirt und seine Frau waren verkleidet, mit einem kleinen Tablet konnte man sich Lieder auswählen.
Wir gaben unser Bestes und waren an dem Abend gern gesehene Gäste. Die Passanten kamen neugierig herein und bestaunten die beiden bekloppten Deutschen.
Um 23 Uhr war der ganze Spaß schon wieder vorbei, da alle zahlten. Es war erstaunlich früh für einen Samstagabend.

Heute reisen wir mit dem Bus von Hiroshima nach Osaka, wo wir zwei Tage verbringen wollen. In Japan gibt es neben dem guten Zugnetz auch eine Reihe von Busanbietern, die sehr gut bewertet sind. In Osaka übernachten wir in Bahnhofsnähe und lernen das Nachtleben kennen.

Busfahrt von Hiroshima nach Osaka in Japan

Bus nach Osaka
Bus nach Osaka

Mehrmals täglich verkehren Busse zwischen Hiroshima und Osaka. Nach ein paar Tagen in Hiroshima wollten wir recht früh los, um wieder eine neue Stadt kennen zu lernen. Der Bus war sehr komfortabel. Lustig waren die individuellen Verdunklungsmöglichkeiten (siehe Titelbild).

Pünktlich um 15 Uhr erreichten wir Osaka, wo uns riesige Hochhäuser empfingen. Am Umeda Sky Building endete die Fahrt und wir marschierten zu Fuß in unsere Unterkunft, die in der Nähe des Bahnhofs lag.
Alles funktionierte wunderbar mit Self-Check-In.

Der Stadtteile Dotonbori und Shinsaibashi-Suji

Mit der Metro lässt sich alles schnell erreichen. Das erste Ziel war der Stadtteil Dotonbori. Geschäfte über Geschäfte, ein Restaurant neben dem anderen. Alles glitzert und leuchtet. Überall hört man Musik und Verkäufer, die einen in die Läden locken wollen.
Das alles ließen wir auf uns wirken und sogen die neuen Eindrücke auf. In einer Seitenstraße kehrten wir in ein Restaurant ein. Raucher oder Nichtraucher? Wir wunderten uns noch immer über diese Frage.
Das Essen war eine Herausforderung, denn wir mussten es selbst zubereiten, ohne dass wir es vorher schon einmal gegessen hatten. Das gehört dazu, wenn man sich auf neue Kulturen und deren Essgewohnheiten einlässt. Diesmal gab es Takoyaki und Okonomiyaki nach Osaka Art.
Mehr dazu unter Japan: Osaka-Food

Ein lustiger Abend in zwei Rock-Kneipen

Im Anschluss schlenderten wir durch Shinsaibashi-Suji und kehrten in zwei Kneipen ein. Hierzu muss erwähnt werden, dass es nicht so einfach ist, eine Kneipe zu finden, in der man nicht essen muss.
Zufällig entdeckten wir an einer Wand die Namen Guitar-ra und 80s Rock-Bar. Beide Kneipen lagen in einem Geschäfte-Komplex. Mit dem Aufzug erreicht man einen Gang, von dem rechts und links geschlossene Türen zu Mini-Kneipen führen. Hier passen maximal zehn bis 20 Personen hinein.
Es hat Spaß gemacht, sich mal mit Einheimischen zu unterhalten und mit ihnen zu feiern.

Wenn man in Hiroshima in Japan ist, muss man sich zwangsläufig mit der Geschichte der Stadt, die geprägt ist durch den Abwurf der Atombombe 1945, auseinandersetzen. Es gibt viele Gedenkplätze und ein Museum, das sich ganz diesem Thema widmet.

Spaziergang durch Hiroshima – Verpackungsmüll

Während man durch die Straßen von Hiroshima schlendert, fallen einem immer wieder Getränkeautomaten auf. Hier werden sowohl Kalt- als auch Heißgetränke in Blech- oder Plastikverpackungen angeboten. Direkt daneben ist ein Müll, der extra diese Verpackungen sammelt.
Wir wollten jedoch einen richtigen Kaffee aus einer Porzellan-Tasse trinken. Das Thema „Vermeidung von Verpackungsmüll“ ist noch nicht überall angekommen. Der Kaffee schmeckte großartig, kostete aber entsprechend viel Geld. Wir kamen uns vor wie Feinsschmecker.
In einem riesigen Supermarkt ließen wir uns von den örtlichen Köstlichkeiten inspirieren. Auch hier wird mal von Verpackungsmüll erschlagen. Außerdem wir jede Kleinigkeit in Plastiktüten gepackt. Man staunt immer, wenn wir unsere wiederverwendbaren Taschen herausholen.

Friedenspark Hiroshima

Friedenspark Hiroshima
Friedenspark Hiroshima

Die Stadt, auf die 1945 eine Atombombe abgeworfen wurde, hat viele Gedenkstellen, die an das Unglück erinnern sollen. Im Friedenspark Hiroshima ist eine Ausstellung, die das Ausmaß des Unglücks zeigt. In dunklen Gängen voll mit Touristen und Schulklassen wird man mit dem Schicksal einer Großstadt, die innerhalb einer Sekunde ausgelöscht wurde, konfrontiert. Es war sehr beklemmend, die Bilder von Menschen mit schlimmsten Verbrennungen zu sehen. Auch wenn das schon so viele Jahre her ist, darf man nicht wegschauen, denn Krieg und Elend gibt es auch heute noch auf der Welt.

Der Park ist sehr schön gestaltet und hat viele Gebäude, die für den Frieden stehen. Es war berührend, zerbomte Gebäude neben Friedenssymbolen zu erblicken.

Hiroshima Castle

Das Schloss von Hiroshima ist genau wie alles andere in der Stadt nach 1945 neu konstruiert worden. Es ist zwar nett anzusehen, aber aufgrund der Rekonstruktion keine wirkliche Attraktion.

Hiroshima Castle
Hiroshima Castle

Um den Busbahnhof am nächsten Tag zu finden, machten wir uns schon jetzt mit der Umgebung vertraut.
Im Anschluss kauften wir in der Nähe unseres Hostels ein paar Leckereien für das Abendessen ein. Im Gemeinschaftsraum des Hostels kamen wir dann mit einem Engländer und einem Inder ins Gespräch. Ich versuchte mit im Origami-Falten und war stolz, eine kleine Kiste zu gestalten.

Bilder und Beschreibungen zu unserem Essen findet ihr unter Japan: Hiroshima-Food