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Kansas City

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Anstatt direkt von Chicago nach Flagstaff zu fahren, haben wir einen Zwischenstopp in Kansas City gemacht und die Bibliothek sowie den schönen Bahnhof besichtigt.

Zugfahrt von Chicago nach Kansas City

Gegen kurz nach 21 Uhr startete unser Kurztrip mit der Bahn von Chicago nach Kansas City. Für die “Reise” hatten wir uns Proviant in Form von Joghurt und Snacks in einem Supermarkt geholt. Vorbei ging die Strecke an schönen Landschaften quer durch Illinois. Durch das Hochwasser des Mississippis und umgestürzte Bäume kam es zu Verzögerungen. Wir mussten auf Arbeiter aus den umliegenden Dörfern warten, die die Bäume von der Strecke holten. Entschädigt wurden wir während der Fahrt mit einem Wasser und Nüssen, im Nachhinein noch mit einem Reisegutschein, der die Ausgaben für die Strecke übertraf. 

Bahnhof Kansas City
Bahnhof Kansas City

Ankunft in Kansas City

Mit zwei Stunden Verspätung erreichten wir Kansas City gegen Mitternacht. Wir wurden aus dem Zug heraus begleitet und über die Gleise geführt. Es ist immer wieder verwunderlich, dass in so einem großen Land oft nur wenige Züge am Tag ankommen und die Passagiere über verzwickte Wege nur zum Ausgang gelangen können.

Die Bahnhofshalle war auch ohne Menschen sehr pompös. Am Ausgang empfing uns Jazz-Musik, die uns noch ein Stück begleitete. Das Hotel haben wir so ausgewählt, dass es gut fußläufig erreichbar ist. Empfangen wurden wir von zwei netten Damen, die zum Feiern in der hauseigenen Bar saßen und nur riefen “Welcome to Kansas City”. So muss das doch immer laufen. Unser Zimmer war riesig, das Bett wieder super bequem, so dass wir uns sofort ins Schlummerland verabschiedeten.

Breakfast im Diner

Diner Kansas City
Diner Kansas City
Breakfast im diner
Breakfast im diner

Noch nie war ich in einem Diner, was doch so typisch für Amerika ist. Man sitzt auf bequemen, rot gepolsterten Bänken und bekommt meist Eier mit Speck, Bohnen und Toast. Der Kaffee war hervorragend und wurde immer wieder nachgeschenkt.

Bibliothek in Kansas City

Kinoeingang in der Bibliothek
Kinoeingang in der Bibliothek
Bibliothek in Kansas City
Bibliothek in Kansas City

“Morgen wird es so heiß, da gehen wir direkt in die Bibliothek!”. Das war Olivers Aussage am Vortag. Herrlich, dass Oliver mich in alle Bibliotheken der Welt begleitet. Mit der Straßenbahn, die hier kostenfrei für die Passagiere fährt, fuhren wir ein kleines Stück und fanden uns in einem schönen Gebäude wieder. In der Kinderabteilung bekam ich einen Plan mit den verschiedenen Ebenen und kleinen Rätseln, die aber eher für jüngere Besucher gedacht sind.

Besonders spannend war der Keller, der zu einem kleinen Kinosaal (s. Bild) umgebaut worden ist. Hier sitzt man quasi in einem Tresor aus Stahl und Beton, der mit einer 35 Tonnen schweren Tür verschlossen werden kann. Die Bibliothek war früher eine Bank.

Weiterhin interessant ist eine ganze Abteilung, die sich der Stadtgeschichte von Kansas City widmet. Auf dem Dach sind Sitzmöglichkeiten und riesige Schachfiguren.

Obdachlosigkeit in Kansas City

Da es draußen sehr heiß war, flüchten die meisten Menschen in die Innenräume. Besonders auffällig war, dass in der Bibliothek viele Menschen saßen, die wohl auf der Straße leben. Hier können sie sitzen, sich abkühlen, Wasser aus den Wasserspendern entnehmen und ihre Handys aufladen. In den sanitären Bereichen hat sich sogar eine Frau die Zähne geputzt. Es ist großartig, dass die Bibliothek ein Ort für alle Menschen ist. 

Ein weiterer kühler Ort ist die Straßenbahn. Immer fahren Security-Mitarbeiter mit, die scheinbar alle Menschen kennen und auch Menschen ohne festen Wohnsitz immer freundlich in Empfang nehmen und ihnen auf die Sitzplätze helfen. So viel Freundlichkeit wie in dieser Stadt ist mir selten untergekommen.

Attraktionen der Stadt

Viele Attraktionen der Stadt sind am Bahnhof zu finden. Ein Stück Berliner Mauer lockt die Passagiere in eine kostenpflichtige Ausstellung. In einem Gebäude außerhalb des Bahnhofs befindet sich ein Museum zum 1. Weltkrieg. Für Kinder gibt es ebenfalls ein vielfältiges Programm.

Ziele in der Stadt – Craft Beer Bari und BBQ-Restaurant

Mit der Straßenbahn kann man nur 9 km, dafür aber gut klimatisiert reisen. Eine schöne Craft Beer Bar befindet sich direkt am Ufer des Mississippis. Der Wirt war sehr freundlich und ließ uns erst die Biere probieren, für die wir uns dann entscheiden konnten. Natürlich will er mal nach Deutschland kommen, um sich das Oktoberfest anzusehen.

Für unseren Besuch bei BBQ mussten wir eine ganze Strecke zu Fuß laufen, was bei der Hitze ganz schön aufwändig ist.  Man merkt, dass die meisten Orte in Amerika für Autofahrer gemacht sind. Im BBQ Restaurant bestellten wir typische BBQ Gerichte, die zwar lecker schmecken, aber auf Dauer nichts für mich sind.