San Diego ist ein schöner Ort an der Küste. Hier kann man ruhig ein paar Tage verbringen und die Seele baumeln lassen. Uns steht das Konzert von MUSE bevor.
Long Beach und Queen Mary I

Bevor es weiter in eine neue Stadt gehen sollte, deponierten wir unser Gepäck im Hotel Los Angeles und fuhren mit der Straßenbahn zum Long Beach, was wieder etwa eine Stunde dauerte. Da wir zu Beginn unserer Reise mit der Queen Mary II gefahren sind, wollten wir jetzt das Museumsschiff Queen Mary I wenigstens von außen betrachten. Zu Fuß durchschlendert man einen etwas luxuriöseren Yachthafen. Eine Bootstour zum Schiff schenkten wir uns, da das Luxusschiff vom anderen Ufer gut zu sehen war.


Zugfahrt von Los Angeles nach San Diego
Los Angeles verließen wir gegen Mittag. An dem Dim-Sum-Restaurant deckten wir uns mit ein paar Dumplings ein und nahmen dann die Metro zum Bahnhof. Hier gab es erstmals wieder mehrere Gleise. Unser Zug stand schon bereit und war mit vielen Passagieren gefüllt, die sich mit ihren Koffern durch die Gänge zwängten. Wir bekamen zwei Plätze an gegenüberliegenden Vierersitzen. Um mich herum saß eine Familie, die uns kurze Zeit später in ein Gespräch verwickelte. Sie wollten zu einer Wal-Show nach San Diego.
Das Mädchen langweilte sich ständig und nutzte digitale Medien. Die Eltern spielen zwischendurch UNO mit dem Mädchen, aber es kam ständig zu Diskussionen zu Regeln des Spiels und wer welchen Zug machen muss. Bei der Hälfte der Strecke schauten die Eltern dann ein Sportspiel, das laut auf dem Handy lief.
Unser Hotel erreichten wir per Straßenbahn – leider nicht ganz, da wir noch einen Berg hochlaufen mussten. Das Hotelzimmer war sehr angenehm und bot ausreichend Platz für uns.
Spaziergang im Balboa-Park und Craft-Bier-Brauerei


Zu Fuß konnten wir den Balboa-Park erreichen, der aber nicht so viel bot. Hier hätte man sicher gut ein Picknick machen können. Es war unglaublich heiß, weshalb wir uns ein Kaltgetränk in einer Micro-Brauerei gönnten.
Fahrt zum Amphitheater
Oliver hatte mir zum Geburtstag Karten für das Konzert von MUSE geschenkt. Das sollte im Amphitheater in San Diego stattfinden. Leider ist das northislandcreditunionamp überhaupt nicht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, so dass wir auf Taxen angewiesen waren. Mit der Blue-Line, die uns auch an die Grenze von Mexiko bringen sollte, fuhren wir ein ganzes Stück in ein Industriegebiet. Dort fanden wir ein mexikanisches Restaurant (De Cabeza el unico), wo wir köstlich speisten. Hier machten wir zum ersten Mal die Erfahrung, dass wir mit unserem Englisch nicht weiterkommen. Es mussten dringend weitere spanische Vokabeln gelernt werden.


Vom Restaurant ließen wir uns von einem Taxi zur Event-Location fahren. Zu Fuß ist dieser Weg nicht leistbar, da nicht durchgehend Bürgersteige vorhanden sind.
Event-Location
Vor dem Eintritt konnten wir an einem so genannten Fairgating teilnehmen. Das ist ein abgeschlossener Bereich, in dem Alkohol ausgeschenkt werden darf. Zusätzlich gab es Spiele und Fotomöglichkeiten. Zwei Polizisten durchstreiften das Gelände und boten den Leuten einen kostenlosen Alkoholtest an, da die meisten ja per Auto angereist sind.
In einer Extra-Reihe erhielten wir den Early-entry für den Abend. Zusätzlich erhielten wir ein kleines Fan-Paket bestehend aus einer MUSE-Flagge, Socken, einem echten Papier-Ticket sowie einem Band mit einem überdimensionalen Plektron, das zu Erkennung diente, dass wir früher rein dürfen.
Getränke wurden in Dosen verkauft, doch durften diese nicht mit vor die Bühne genommen werden und mussten in Einweg-Pastik-Becher umgefüllt werden. Zumindest wir beide nutzen diese Becher mehrfach.
Konzert von MUSE
Das Amphitheater ist recht klein und das Konzert schien zu Beginn nicht ausverkauft zu sein. Es spielten zwei Vorbands, die richtig Spaß machten. Oliver hatte ein Mäuerchen gefunden, auf dem man bequem sitzen konnte. Das lockte auch weitere Besucher an, die uns sofort in ein Gespräch verwickelten. Den Abend verbrachten wir mit dem Mexikaner Gustavo und einem namenlosen Feuerwehrmann, der sich mit Käsesauce bekleckert hat. Durch dieses Missgeschick sind wir erst ins Gespräch gekommen.

Pünktlich zum Beginn der Dunkelheit begannen MUSE zu spielen. Es war wieder großartig. Es ist schon etwas Besonderes, zu einem Konzert in einem anderen Land, gar auf einem anderen Kontinent zu gehen.
Rückfahrt zum Hotel
Bereits einen Tag zuvor hatte Oliver ein Uber bestellt. Den Treffpunkt fanden wir recht schnell, mussten aber ganz schön lange waren, da die Konzertbesucher einen riesigen Stau verursacht hatten. Unser Fahrer wurde am Ende der Fahrt erst gesprächig und setzte uns vor unserem Hotel ab.
Waschtag und Cover-Band-Konzert in San Diego
Unser Hotel hatte leider keine Waschmaschine, so dass wir mit unserer Wäsche bergab ins Städtchen laufen mussten. In der Nähe befand sich zum Glück der leckerste Tacos-Laden der Stadt mit nur wenigen Sitzplätzen, wo wir die Waschzeit überbrücken konnten.
Mit unserer Wäsche spazierten wir zum Bootsanleger, wo wir etwa 15 Minuten auf die andere Seite übersetzen konnten. Am anderen Ufer spielte eine Life-Band, Seniorinnen und Senioren tanzten ungezwungen – herrlich.
Unser Ziel war jedoch ein Konzert von einer Eagles Cover Band in einem Park. Hier saßen die Menschen auf mitgebrachten Camping-Stühlen und tranken und speisten. Wir nutzen unsere Wäschebeutel als Kopfkissen und genossen die Stimmung.
Der Rückweg war allerdings nicht so spannend. Vor unserer Nase fuhr der Bus ab. Erschreckenderweise sollte der nächste erst eine Stunde später kommen und es war weit und breit nichts zum Einkehren zu sehen. Also gingen wir ein Stück und fuhren dann über die riesige Brücke zurück in die Stadt.


Von San Francisco geht es weiter nach Los Angeles, wo wir einerseits einen tollen Strandtag in Santa Monica verbringen und andererseits viel Kultur erleben dürfen.
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